Section: Reviews 31185Autor: Diggi
Datum: 28.12.2015
Bereich: Reviews

Das Chamäleon aus St.Petersburg

Stigmata

PSILOCYBE LARVAE

HORNELLA!

Diese Band hat es bis jetzt auf 4 Alben gebracht, die alle kleine Wunderwerke sind. Wir werden uns durch die Alben hören. Vorab kann man bereits attestieren, das eben "Stigmata" und der Nachfolger "Agony" noch mit der Black Metal DNA der Musiker in Einklang gebracht werden kann. 

Bereits der Opener 'Yearning Spirit' besticht durch eine Virtuosität, einen Enthusiasmus den fast alle Frühwerke der großen progressiven Extreme Metal Flaggschiffe wie Opeth oder Enslaved, ja auch Emperor ausgemacht haben. Raserei, klirrendes Black Metal Riffing, dazu hoher Melodie Faktor und ein aufreibendes Wechselspiel aus Gekeife und Gegrowle im englischen Peaceville Label Stil. Überhaupt: Mit dem Song 'Euthanasia' werden PSILOCYBE LARVAE das erste Mal offensichtlich mit Gothic und/oder Doom in Verbindung gebracht. Das wunderbare instrumentale Zwischenstück 'The Mystery' transportiert dagegen erhabene "medieviale" Atmosphäre. Eine sehr stimmige Melange aus russischer Folklore und Mittelalter Kompositionsart. 

'Sun Of The Sleepless' hätte seinerzeit auch Old School Melodic Death Metal Nerds aus dem Winterschlaf gezerrt, denn so hingebungsvolle Verbeugungen in Richtung The Moaning, Unanimated oder Necrophobic gab es damals nicht. Auch hier, wie übrigens bei allen anderen Stücken auch, wird der Song von wunderbar akzentuierter und hochmelodiöser Gitarrenarbeit flankiert.

PSILOCYBE LARVAE schaffen es, die juvenile Sturm und Drang Phase auf einem Debüt kohärent adult klingen zu lassen, auch wenn "Stigmata" nicht in Gänze das hohe Level einzelner Songs halten kann. 'My Personal Inferno' ist ein wunderbarer Ritt durch mentale Täler, startet wieder Peaceville - like schleppend mit tiefem Grabgegrunze, ehe die Gitarren wieder die Melodieführung übernehmen und im Mittelteil das Stück in eine Melodic Death/Black Metal Raserei eskalieren lassen.

"Stigmata" ist ein Album das in den 90er Jahren ein gesuchter Klassiker wäre, jetzt 15 Jahre nach der ersten VÖ, allerdings mit Nachdruck klar macht, das man es mit einem Youngtimer mit Rasse und Klasse zu tun hat!

8 Points.    



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