Section: Reviews 45386Autor: Diggi
Datum: 25.09.2020
Bereich: Reviews

...das zweite Album überrascht....

Forever Baptised in Eternal Fire

BLACKEVIL

HORNELLA!

BLACKEVIL haben es mir bereits mit ihrem Debüt aus 2017 angetan. Klar, mit Blackend Thrash, Speed, oder Heavy Metal kann man mich zu jeder Uhrzeit begeistern, wenn Er denn mitreissend inszeniert ist. "The Ceremonial Fire" hielt schon viel bereit, was nun auf "Forever Baptised In Eternal Fire" dem Hörer kredenzt wird. Auch wenn die Herren vor 3 Jahren noch mit einem partiellen Rumpel Charme agierten.

Gerumpelt wird heuer nicht mehr: 'Satan´s Crown' ist pfeilschnell, ist tief im teutonischen Thrash Metal verwurzelt was die Riffs angeht und stürzt sich ansonsten in den schwedischen Blackend Death Höllenkreis der mittleren bis späten 90er Jahre. Wunderbar flirrend und bedrohlich sind die Gitarren arrangiert, das Drumming thront regelrecht über dem Stück und auch der Gesang wirkt gesetzter, akzentuierter. BLACKEVIL wollen mit 'The Disciple' beweisen, das Sie dem Sujet auch entfliehen können und bauen ihren Soundkosmos ein wenig aus, ohne allerdings so radikal beim Umbau zu sein wie es Ketzer mal waren oder wenn man sich die Evolution von Witcing Hour vor Augen führt. 

Das rotzige 1-2-3-4 Anzählen im Song kommt natürlich auch gut an.'Black Fire Tornado' emanzipiert sich zunehmend vom generischen Rest des Genre,, kommt es doch einem kapitalen Album Hit schon sehr nahe. Der schwelgerische Beginn beim Titelstück lässt alle ranzigen Kuttenträger kurz inne halten: Dezenter uralt Running Wild Duktus trifft auf Mercyful Fate Funkenflug, ehe das Stück als diabolisch schleppendes Machtwerk weiter Druck aufbaut. 

Was braucht diesese Album noch? Genau! Mehr Kopfkino! Kirchenglocken, unehilvolle Choräle, dargeboten von den reitenden Leichen der Nacht und echtes Metal Drama! 'Lucifer´s Supremacy' bietet davon alles und zwar nicht in homöopathischen Dosen! Vielleicht ist diese Nummer die bisher beste, die BLACKEVIL komponiert haben. Verliert das Album zum Ende hin an Durchschlagskraft oder Verve? Sicherlich nicht, auch 'Pestkarren' oder '1943' besticht durch Klasse und kompositorische Diversität, wie sie das Sub Genre auch benötigt, um zu begeistern!

BLACKEVIL ist mit "Forever Baptised In Eternal Fire" ein kapitaler Brecher gelungen. Hoffen wir für das Trio aus Bayern, das Sie dieses erstklassige Album auch gebührend auf den Bühnen der Clubs präsentieren kann....Irgendwann....

9 Points. Erscheint am 25.09.2020 via Dying Victims Productions. 



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