Section: Reviews 45383Autor: Diggi
Datum: 23.09.2020
Bereich: Reviews

Neues Label, neues Album!

Fragment : Erhabenheit

THEOTOXIN

HORNELLA!

In 2018 konnten die Österreicher mit ihrem Massacre Records Langdreher bereits eine Duftmarke setzen. Nun aber, 2 Jahre später und mit dem rührigen AOP Label im Rücken, scheinen die Black Metaller den Reset Knopf gedrückt zu haben. Viel flächiger, viel mehrdimensionaler gestalten die im klassischen Corpsepaint versus Patronen und Nietenbehang auftretenden Musiker ihre Stücke. Davon zeugt schon der Dosenöffner 'Open Tomb' (sic!) Sicherlich, ist der Black Metal den THEOTOXIN spielen nichts für den Feuilleton der Post-was auch immer - Metal Beklatscher, dafür ballert eine Nummer wie 'Obscure Divinations' gerade zu Beginn sehr im Gorgoroth Spannungsfeld zu Incipit Satan Zeiten. Aber: Die Band setzt immer geschickte Contrapunkte, lockert die spannungsgeladene, bis an die Zähne bewaffnete Atmosphäre immer wieder geschickt auf.

Ausserdem: So eine über 7 Minmuten lange Passionsnummer wie 'Prayer' hätte auf dem Vorgänger sicherlich noch etwas "hölzerner" geklungen; insofern haben sich THEOTOXIN merklich als Songwriter verbessert. Die Gitarren bedienen alle Ebenen des populären Black Metal, anderweltlich klingende, dezent eingesetzte Chöre runden das wuchtige Bild ab. Dazu kommt eine nagelnde, aber transparent-knackige Produktion.

'Through Hundreds Of Years' ist dann unerbittliches Geballer, aber halt nie stumpf in Szene gesetzt, trotzdem THEOTOXIN sich scheinbar selbst oft in Ketten legen müssen, um nicht vollends zu eskalieren. Schleppend unheilvoll skandiert der 'Philosopher', Bienenschwarm Riffing gibt es zum Abschluss im nagelnden 'Sanatory Silence'. THEOTOXIN haben mit "Fragment: Erhabenheit" ein starkes Black Metal Album veröffentlicht, welches unbedingt von Belphegor, Gorgoroth oder auch Watain Messdienern gehört werden sollte.

8 Points. Erschienen über AOP Records.



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