Section: Reviews 45358Autor: Diggi
Datum: 17.09.2020
Bereich: Reviews

..und weiter geht es mit dem "Nachsitzen"....

Pilgrimage

VELVET VIPER

HORNELLA!

„Pilgrimage“ war ein würdiger Nachfolger zum überraschend starken und darüber hinaus auch verdammt gut gealterten Debüt. Damals haben Zed Yago einfach von allem einige Jota mehr in den Ring geworfen. Mehr Drama – davon zeugt schon das Intro ‚Pilgrim´s Choir‘ – überhaupt mehr Chöre und wagnerisches Drama. Das Titelstück schreitet regelrecht die Reihen der treuen Gefolgschaft ab. Grandios! Die Gitarren klingen auf „Pilgrimage“ endgültig „schwer-metallisch“ und Jutta Weinhold schafft sich und ihrer Jahrhundert Stimme bei ‚The Fear Of Death‘ regelrecht kleine Tempel. Alles war auf diesem Album durchdachter, gereifter und im Nachgang hat die Band damit den Grundstein für ein drittes Album gelegt, welches den Namen Zed Yago über die Langesgrenzen hinaus bekannt machen sollte. Leider kam das alles anders.

Das man bei ‚Pionier Of Storm‘ sogar in Richtung Accept gelugt hat, ist ein weiterer Indikator dafür, was aus der Band in dieser Konstellation noch alles hätte werden können. Ein großer Unterschied zu „From Over Yonder“  ist aufgrund der Klasse der Scheibe fast schon grotesk: Mit ‚Black Bone Song‘ gibt es auf „Pilgrimage“ diesmal nur einen offensichtlichen Hit. Dafür waren die restlichen Stücke allerdings um eine Klasse besser, als wie beim famosen Einstand. Das treibende ‚Rose Of Martyrdom‘ ist dafür der beste Beweis. Dio muss natürlich auf „Pilgrimage“ stattfinden: Stellt euch „The Man Who Stole The Holy Fire“ auf einem Album des größten Metal Sängers der Welt vor. Es wäre ein typtisch- elegischer Dio Stampfer. Blitz und Donner, Gewitterfront und zuckende Riffs: ‚Omega Child‘ hätte sich auch heute noch in einer Setlist von Zed Yago mit Jutta Weinhold am Mikrofon gehalten. Richtig stark, weil auch mit dezenter Running Wild Schlagseite: Der Bonustrack ‚Merlin‘. Was für ein starker Metal Song, es finden sich auf diesem dezent nachbearbeiteten Re-Release übrigens gleich 4 Bonustracks, das ist Dienst am Kunden. Was man allerdings-  wie bei „From Over Yonder“ nicht vom ziemlich verhunzten Cover sagen kann. Trotzdem ist dieses Album lebendige einheimische Metal Geschichte und gehört in jede gut sortierte Sammlung, die sich den deutschen Bands verschrieben hat!

9 Points. Erschienen über Massacre Records

 



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