Section: Reviews 45221Autor: Diggi
Datum: 16.07.2020
Bereich: Reviews

Zwei Herren im besten Alter.....

Liturgy Of the Black

THE RITE

HORNELLA!

THE RITE konnten bereits mit ihrer knackigen Debüt EP Aufmerksamkeit erregen, mit "Liturgy Of The Black" steht bereits die eisenharte Fanbase in der Metal Journaille parat. Dadurch das hier A.Th (Black Oath) und Ustumallagam (Denial Of God) die impulsgebenden Protagonisten sind, habe ich mich nun auch mit dem eigentlichen LP Debüt (auf Vinyl natürlich! d.Verf.) befasst.

Der erste Gedanke der sich wie ein Zisselmännchen hektisch entlud war: Soulburn! Die Reinkarnation des Asphyx Outlets von 2014 polarisierte mit einer manisch basischen Interpretaion des Proto Black Metal und verärgerte dadurch alt Fans, die eher den Shuffle Beat Death Metal aus 1998 erwarteten. THE RITE gehen hier auf "Liturgy Of The Black" ähnlich vor und treiben die Trsitesse bzw Monotonie, das überezichnen der Monochronie des Black Metal der 80er Jahre fast auf die Spitze. OK, 'Sinister Minister' könnte sogar ein Slow-Mo Track von God Dethroned sein, aber 'Echoes OF Past Lives' ist schon zäh, schroff und in seiner Reduziertheit der verspätete Frontalangriff gegenüber Hellhammer, auch wenn hier immer die Denial Of God Beteiligung durch scheint, in Form von anachronistischen Kirchen Orgel Sequenzen und sphärenhaften Backings.

Dabei startet "Liturgy Of The Black" melodramatisch mit Glockengeläut, imaginären Nebelschwaden und unheilvollen Winden, dazu gesellt sich ein verfremdeter Mönchsgesang. Hier wissen alle Adepten, was Sie erwartet, keine Hochglanz Inszenierung wie Behemoth, 'The Black Effigiy' knattert dann auch überraschend fett produziert im Stiefelfreundlichen Marschtempo los und lässt zunächst die Gedanken Richtung Venom oder Denial Of God schweifen. Schöner Opener! Dann kommt der Hit der Scheibe: 'Children Of Belial' gönnt sich einen Live kompatiblen "Mitmach-Duktus" und hat sogar Tempi Variationen!

Die Kirchenglocken dürfen auch wieder erklingen, sicherlich der Song des Albums, welcher das meisste Fleisch am Knochen aufweisen kann. 'Necromancy' entführt uns dann auf einen Friedhof, Leichenraub, pfeiffende Winde, umtriebige Erdbewegungen mit Spitzhacke und Schaufel, dann dommt sich die Nummer richtig adult majestätisch, allerdings halt auch basisch und zugeknöpft bis an den Adamsapfel durch einen schönen Marschbeat. Schöne Nummer! Urplötzlich, nach dem weiteren doomigen Stück 'Famadihana' tankt sich dann 'The Bornless One' mit einem im Albumkontext schon fast gewagt anmutenden Beginn durch die Gruft. THE RITE sind  auf dem Album am besten, wenn Sie mal die "1-2, 1-2" Scheuklappen in die Ecke pfeffern und sich mehr um anarchronistisch anmutende Grusel Atmo bemühen.Mit 'Trespassing The Chapel' kredenzen uns die beiden Sturrköpfe zwar fette Riffs, aber auch wieder einen fast schon auf Stinkefinger gebürsteten Doomster. 

THE RITE sind erfahrene Musiker, Szene Helden, die stilistische und auch "gedankliche Nähe" gerade zu den letzten beiden Soulburn Alben hat ihnen bisher aber niemand unterstellt. Ich tue es, denn die Scheiben haben enorm poalrisiert und das ist besser als im Meer der Gefälligkeiten und Ja sager zu ersaufen!

8 Points. Erschienen über Iron Bonehead.

 



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