Section: Reviews 45091Autor: Diggi
Datum: 20.06.2020
Bereich: Reviews

..ohne Warnung.....

The Plague Of Man

ALL LIFE ENDS

HORNELLA!

Die Schweizer von ALL LIFE ENDS scheissen auf Kategorien. Klar, man hört im Subtext noch die Metalcore Vergangeheit der St.Gallener heraus, so z.B. bei 'Curse', aber schmälert das die Intensität der 10 Hassbrocken auf "The Plague Of Man"? Nein, zu keiner Sekunde. Diese fiesen Widerhaken Riffs, wie bei 'Tear Your Soul Apart', diese eindringlichen, bitterbösen und sehr rohen Grunts, die Dampframmen Agenda die die Rhythmussektion verfolgt, all das macht dieses Album zu einem erbarmungslosen, humorlosen Death Metal Album, welches die Grenzen zwischen Moderne wie Heaven Shall Burn und Historie wie Morgoth oder Bolt Thrower verschwimmen lässt.

'The Plague' bohrt sich förmlich in die Synapsen des Adressaten und explodiert dann in einem geraden, pfleilschnellen Beat, ehe dann kurz zum Abgrooven ein Zwischenstop eingelegt wird. Nein, Breakdowns oder Szene Code Lyrics finden sich hier nicht. ALL LIFE ENDS haben hier alle Energien gebündelt um den Hörer auf Albumdistanz regelrecht zu vermöbeln!

Wenn man Titel wie 'Scum Of The Earth' liest, dann erwartet man die Brechstange und den Kuhfuss. Bekommt ihr, bekommt ihr! Übrigens ist die Nummer Melodic Death Metal in seiner brutalsten und kompromisslosesten Variante. So humorlos wie die Schweizer hier auch agieren, es finden sich hier immer wieder eine Menge Feinheiten, achtet mal auf das Drumming. Die Produktion ist die Kirsche auf dem Kuchen, denn die unterstützt nur die ungehobelte Art und Weise der Stücke, die nach  Industriebrachlandschaften, feuchten Kellern, flackerndem Neonlicht und harter Arbeit im Proberaum klingt.

Mit 'War Of The Damned' darf man auch mal gerne das Wochenende einläuten, man nuss nur aufpasssen das man nicht gepflegt eskaliert. Hier gibt es auf die Omme nach Art des Hauses und das bedeutet das hier Presslufthammer und Florett zu gleichen Teilen regeln. Auch bei ALL LIFE ENDS haben sicherlich Slayer ihre Spuren hinterlassen, achtet mal auf die latent gewalttätigen Einstiegsriffs bei 'Bloodred Days Remain'....

"The Plague Of Man" ist ein Death Metal Album ohne unnötigen Schnack und Schnuck, besticht aber auf der anderen Seite mit unglaublicher Brachialität und Spielwitz! Unbedingt unterstützen!

8 Points. 



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