Section: Reviews 44961Autor: Diggi
Datum: 26.05.2020
Bereich: Reviews

....darüber spricht fast jeder....

Lamenting Of The Innocent

SORCERER

HORNELLA!

....sicherlich nicht zu unrecht! Die Koordinaten sind unwiderlegbar: Unglaubliche starke Musikalität, ein aufreizend begeisterndes Verständnis für große Melodien, Schweden, melodischer Doom Metal.

SORCERER sind mit Below, Khemmis und Pallbearer sicherlich die Band, die die Benchmark in diesem Sujet setzt. Tatsächlich, "Lamenting Of The Innocent" hat alles, um ein Klassiker des melodramatischen, aber niemals zu pathetischen Doom Metal zu werden. Die Gesangsmelodien im Titelstück sind absolut atemberaubend und erinnern tatsächlich an die absoluten Hochmessen von Candlemass gemeinsam mit Messiah Marcolin. Der flotte Einstieg, auch in die übergeordnete Thematik der Scheibe erfolg mit 'The Hammer Of Witches' einem großen Album absolut folgerichtig, ist aber auch ein wenig sehr auf "Nummer Sicher" in der Abteilung Up Tempo Banger a la Doom Metal zu verorten.

Das Segment Epic Doom Metal bedeutet vieles, von verdrogten Nerds über Designer Lederjacken der Black Sabbath Zeiten mit dem wunderbaren Tony Martin am Gesang. Genau da sind SORCERER die neuen Heilsbringer, eine Nummer wie 'Institoris' klingt sowas von nach der Martin Ära, es ist verblüffend. Damit das Album nicht zu sehr in eine zu homogene Ausrichtung tendiert müssen dann herrlich arrangierte klassische Melo-Doom Metal Epen wie 'Where Spirits Die' den knallharten Candlemass Adepten wieder auf den Boden der gepflegten Verzweiflung bringen. Das gelingt SORCERER mit umwerfender Leichtigkeit.

Spoken Word Passagen, harte Stakkator Passage, dann driftet 'Age Of The Damned' wieder in hochklassiges Trübsal ab. Die Schweden wissen, wie Sie Fans und neue Hörerschichten begeistern!  Auch hier regiert ein tragisch schönes Gesangsarrangement den Song.'Condemned' rückt dann die Tristesse endgültig in den Fokus der Scheibe, Zeit für einen variableren, narrativen Song; 'Dance With The Devil' ist eine fast schon melodramatische Musical Nummer, ohne allerdings in Fremschäm Sphären von Avantasia und Co KG abzudriften.

SORCERER sind in aller Munde, das dritte Album wird es für die Schweden sicherlich richten.

8 Points. Erscheint am 29.05.2020 via Metal Blade Records



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