Section: Reviews 44925Autor: Diggi
Datum: 17.05.2020
Bereich: Reviews

Death Metal Recklinghausen herrscht!

Repulsive_Transgression

SABIENDAS

HORNELLA!

Der Prophet im eigenen Land? Der selbe Freddie muss zum Berg kommen, wenn der Berg nicht zum selbigen kommt? Vergesst das alles! "Repulsive Transgression" wird die satte, selbstverliebte interkontinentale Konkurrenz egalisieren! Ich werde mal konkreter: Nicht nur mir ging die Lobbpudelei zum letzten Cannibal Corpse Langdreher schwer auf die Eisen, weil Sie bei allem Respekt einfach nicht gerechtfertigt war. Da waren die beiden Scheiben von Cut Up schon eher das neu vertonte Genre Evangelium.

 Nun kommen SABIENDAS aus Recklinghausen mit ihrem dritten Langeisen ums Eck und zeigen auf, wie man alte Schule Death Metal der Marke Sinister, alte Cannibal Corpse mit typischen Ami Death Metal Merkmalen frisch, angriffslustig und ganz besonders mitreissend in das Hier und Jetzt transferiert! 

Sägendes Nobelpreisträger Riffing? Check! Bitte 'They Grey Man' reinpfeiffen! Selbe Abteilung, nur noch drückender, noch intensiver und dann auch noch direkt zu Anfang: '"The Human Centipede'. Leute, für solch massive Klopper hätten weite Teile in der Hochphase des Ami Death Metal im Brutalo Gewand Mitte bis Ende der 90er Jahre ihr Kifferbesteck nebst VHS Splatter Kollektion in Zahlung gegeben!

Was für eine perfekte, martialische, trotzdem lebendige Produktion und das ohne Click Track! Frontgrunzer Jan hat es drauf, ähnlich wie George Fisher abartig zu göbeln, aber dabei immer phonetisch einwandfrei verständlich zu klingen! So ein kleines bisschen Slayer muss auch sein, wenn man sich in diesem Sujet wohlfühlt und so säbelt das knallig betitelte 'General Butt Naked' dem Hörer das Haupthaar auf englisches Rasenniveau. Auch SABIENDAS nehmen den Stiefel vom Gaspedal und gestalten den Nackenbrecher 'Served Cold' intelligent variabel, so das die schleppenden Parts gegenüber dem klassischen Dauerfeuer Beat unheimlich wuchtig erscheinen. Tolle Leads auch!  'The Siege' ist als Single Auskopplung bereits bekannt und steht für die partiell kompaktere Herangehensweise der Todesmetaller mitten aus dem Ruhrpott. Ebenfalls als Singel veröffentlich wurde 'Dungeon Keeper' ein gieriger Stakkato Banger, der dieses nahezu makellose Album perfekt beschließt.

SABIENDAS stehen mit "Repulsive Trangression" nun mitten auf der Landkarte der europäischen Death Metal Szene und wer verdammt nochmal fabuliert hier nun noch über den Prophet im eigenen Land, der nichts wert sei? Diese Band, die seit 2006 für echte Szene Werte steht hat spätestens jetzt mit diesem Album eure volle Unterstützung verdient. Eines der besten Death Metal Alben des Jahres kommt aus Recklinghausen.

9 Points. Erscheint am 25.05.2020 via Massacre Records. 



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