Section: Reviews 44908Autor: Diggi
Datum: 14.05.2020
Bereich: Reviews

..sagenhaftes Comeback!

Hereafter

TYRANT

HORNELLA!

TYRANT gehören zu der Sorte Bands, die irgendwie schon immer Kultstatus hatten, der Majorität der Hartwurst Konsumenten aber eher weniger präsent war und ist. Ein Schicksal das die Amis mit z.B. Deaf Dealer, Hallow´s Eve, Griffin,  oder Juggernaut teilen. Die Liste könnte man um gleich mehrere Ausfahrten der A42 verlängern...

"Hereafter" kommt daher nach dem zweiten Anlauf in Form des "King Of Kings" Albums aus 1996 wie aus dem berühmten Nichts! 1985 und 1987 waren TYRANT durch ihre Leder und Nieten Cover und ihre martialische, schwere Interpretation des US Metal ein verdammt guter Name in der Szene. Damals noch mit Frontsirene Glen May unterwegs, lagen die Kultisten in Europa dem Tyrann aus Übersee zu Füssen. ('Warriors Of Metal!!! d.Verf.) 

Jetzt steht - auch für mich ein wenig überraschend - Ex-Candlemass und Soliutde Aeturnus Barde Robert Lowe am Mikro. Auch das Cover Artwork evoziert eine gewisse Nähe zu den Schweden Candlemass, ein wirklich tolles Motiv übrigens. Nun kann man nur hoffen, das Herr Lowe den Kampf gegen den Dämon Alkohol gewonnen hat, ansonsten könnte dies sehr stimmige Liaison ein unschönes Ende finden.

Tatsächlich bewegen sich TYRANT mit dem wunderbar schwelgerisch-boshaften Titelstück in klassischem Doom Metal Gefilden, auch der neue Hit der Band 'Fire Burns' bedient die Gelüste von Melodic Doom Metal Adepten! TYRANT sind verdammt stark zurück. 'Dancing On Graves' offeriert als Dosenöffner flotten US Metal und steckt die Rohrkrepierer aus dem Omen Umfeld der letzten Jahre locker in die Tasche. Natürlich singt Robert Lowe nicht mehr so wie in den 90er Jahren, aber sein neudefinierts Timbre passt gut zu TYRANT anno 2020.  Das Anfangsriff von ' TheDarkness Comes' lässt HOA und KIT Gänger völlig durchdrehen, auch micht hält es nur mit allergrößter Mühe auf dem durchgesessenen Bürohocker.

Auch wenn Herr Greg May (Gründer von TYRANT in 1978, d.Verf.) bei dem klassischen Metal Banger 'Pieces Of Mine' frech bei Black Sabbath in den Fundus greift; Auf "Hereafter" finden sich bis hierhin nur Volltreffer! Es sind die wunderbar inszenierten Riffs, wie bei 'When The Sky Falls', die manchmal anachronistisch anmutenden Gesangslinien, der gesamte Habitus der hier mit diesem Album rüber gebracht wird, ist dafür verantwortlich, das dieses Comeback zu einer absoluten Perle für alle Underground Maniacs wird.. Überhaupt:  Der Auftritt der Amis auf dem KIT in 2009 ist der Auslöser dafür, das es überhaupt dieses Album gibt.

Mit 'From The Tower' wird "Hereafter" mehr als stimmig in Form eines kraftvollen US Metal Bangers beendet, davor sorgten 2 Stücke zwar nicht mehr für völlige Eskalation, trotzdem ist die Scheibe ein MUSS für alle Authentizitäts Metaller! Unterstützt diese Helden, bevor ihr die Euros einer weltweite operierenden Firma wie Harris,Smallwood und Co in den gierigen Schlund werft. Nein, wir brauchen nicht wöchentliches neues Maiden Bier, neue Wiederveröffentlichungen von Wiederveröffentlichungen, neue Fussball Trikots oder exklusives Mainstream Merchandise, wir brauchen absolute Überzeugungstäter wie TYRANT!

8 Points. Erscheint am 15.05.2020 via Shdow Kingdom Records



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