Section: Reviews 44849Autor: Diggi
Datum: 01.05.2020
Bereich: Reviews

....ein Album das für Diskussionen sorgt....

Black House

SECRETS OF THE MOON

HORNELLA!

Dafür stehen die Ex Black Metaller, für tiefsinnige, schwermütige, nie auf Konsens und Will To Please ausgelegte Musik. Mit dem Vorgänge "Sun" habe ich mich ein ganzes Jahr duelliert. Ich wußte, das ist ein ganz großes Album, für die Band enorm wichtig, weil man sich bereits in musikalisch völlig neuen Welten befand. 

"Black House" is jetzt wohl -ganz kafkaesk - das Ende der Metamorphose. 'Heart' ist eine fast schon schnoddrige Alternative Rock  Anti-These. sG gefällt sich als charakterstarker Grand Seigneur am Mikro, wie eine fatalistischere Variante des Rock Ablegers Crone leitet Er den Hörer durch fast schon reduziert instrumentierte, wunderbar arrangierte dunkel schimmernde Gothic Rock Stücke wie 'Mute God'. Nein, mit diesem wirklich für sich genommen, radikalen Ablbum wird man viel schneller warm, als mit dem Labyrinth-artigen Vorgänger. Die Zeiten der Edel Black Metal Großartigkeiten wie "Seven Bells" oder "Privelegivm" sind dafür endgültig vorbei. SECRETS OF THE MOON sind irgendwie die Tiamat der Gegenwart. Die Schweden haben einen ähnlichen Stilbruch vollzogen, sich voll auf ihre Vision konzentriert. 'Earth Hour' touchiert zum Abschluss sogar 90er Jahre Gothic Euphorie im Fields Of The Nephilim und The Mission Gewand. Diese Band hier interessiert sich nicht wirklich für Anspruchsdenken oder externe Meinungen. Warum auch?

So eine elegische, zickige, depressive Rock Lehrstunde wie den Opener 'Sanctum' muss man auch erstmal komponieren können. Ein kurzes Auflackern, ein vielleicht letzter Blick zurück in den Metal Kanon der eigenen Diskographie wagen die Herren mit dem schreiend schönen 'Don´t Look Now' durch die weibliche Begleitung, die Melodieführung evoziert das Stück Vergleiche zur Goth Hochphase Mitte der 80er bis in die 90er Jahre hinein. Der Song macht süchtig, eine vertonte Sogwirkung. 'Veronica´s Room' agiert knietief im Sisters Of Mercy Paddock. Pumpender Basslauf, fragil perkussive Drums und dann diese Gitarren. 'He Is Here' ist dann vielleicht das Epi Zentrum und gleichzeitig auch die Anti-Materie Kammer des Albums: Übel, tiefgrau, hoffnungslos.

Das Titelstück ist dagegen der Charming Boy.Warum? Besorgt euch dieses Fabelalbum und findet es selbst heraus, ist doch ganz einfach!

9 Points. Erscheint am 08.05.2020 via Prophecy Productions.   



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