Section: Reviews 44830Autor: Diggi
Datum: 29.04.2020
Bereich: Reviews

...gut das das teuflische Trio zurück ist!

Cerecloth

NAGLFAR

HORNELLA!

Man hätte es fast nicht mehr für möglich gehalten, aber NAGLFAR sind 8 Jahre nach der letzten famosen Scheibe wieder zurück. Frontderwisch Kristoffer W.Olivius ist mittlerweile 2-facher Vater und seither Hausmann, hat aber dennoch die Zeit gefunden nebenbei noch Theologie zu studieren, wenn auch nicht bis zum Abschluss. „Cerecloth“ ist NAGLFAR pur, keine Experimente! Ähnlich wie die Genre Kollegen von Dark Funeral stehen die Veröffentlichungen der Schweden immer für Klasse statt Masse.  Gegründet 1992, steht nun der siebte Streich an und dieser offeriert mit ‚Vortex Of Negativity‘ erstklassige, pechschwarz-melodiöse Black Metal Kost. Der Einstieg mit ‚Cerecloth‘ fällt überfallartig aus, NAGLFAR wollen keine Zweifel aufkommen lassen, das das Kerntrio noch immer Biss und Verve hat.

"Téras", der Vorgänger hat seine Kraft überwiegend aus hymnisch- sinister gembremsten Tempo bezogen. Auch diesen Aspekt lassen NAGLFAR nicht außer Acht, meisterhaft in Szene gesetzt beim zunächst epochal schreitenden 'Cry Of The Serafim', welches dann aber alle Mauern der Zurückhaltung einreist und förmlich explodiert. Die perfekte Melange aus diabolischer Boshaftigkeit und eiskalten Melodien, die das schwarze Herz so famos erwärmen findet sich in dem Signature Song 'The Dagger In Creation'. Was für ein Manifest! Egal, welche Schaffensphase man bei den Schweden favorisiert, mit "Cerecloth" werden alle Messdiener der Skandinavier wieder an das Taufbecken zurückgeholt. Diese Gitarren.... diese unwiderstehlich starken Melodien....

Frostige alte Schule ist die völlig entfesselte Hatz 'A Sanguine Tide Unleashed'. NAGLFAR haben mit dem siebten Album eine indirekte Best-Of geschrieben, denn so stimmig, so gleichberechtigt und perfekt austariert war bisher noch keines der Alben in dem eh schon essentiellen Backkatatalog der Schweden. Gespenstisch unwirklich ist das großartige Artwork geworden, erschaffen von dem einzig wahren Necrolord! Auch Necro, allerdings 'Necronaut' betitelt ist die leider etwas kurze Epik Walze am Ende des Albums ausgefallen. Mit 06:30 Minuten und dem mächtigen 'Last Breath Of Yggdrasil' wird nach 8 Jahren Funkstille eines der besten Alben dieser Black Metaller beschlossen.

NAGLFAR machen sich live und auch in Sachen Tonträger eher rar, aber die stringente Klasse ihrer Werke gibt der Band nur recht!

Pflichtübung für jeden Black Metaller, der mit einem Schuss schwedischer Blackend Death Metal Eleganz in andere Sphären aufbricht.

8 Points.

Erscheint am 08.05.2020 via Century Media.



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