Section: Reviews 44785Autor: Diggi
Datum: 23.04.2020
Bereich: Reviews

Wahnsinns Stimme.....

Body Of Light

KING WITCH

HORNELLA!

„Body Of Light“ sollte nicht nur in diesen diffusen Zeiten für Stimmungsaufhellung sorgen, sondern ganz besonders auch bei Doom Metal bzw. Mammut Heavy Rockern! Bereits der Vorgänge, „Under The Mountain“ konnte auf diesen Seiten überzeugen. Mal ehrlich: Habt ihr in letzter Zeit eine Sängerin im Doom Kontext mit mehr Seele und Hingabe singen gehört wie bei dem Stück ‚Order From Chaos‘? Was  hier Laura Donnelly aus den Lungen  schmettert, ist Metal mit Brontosaurier Klöten. Was für ein Organ! Denn man bedenke: Michelle Nocon? Musikalisch nicht mehr wirklich aktiv….Farida Lemouchi? Wir warten auf den Molasses LP Einstand….Veronica Freeman? Scheint nach dem Tod ihres Ehemannes nicht mehr wirklich Lust auf Musik zu haben…..Marianna Holmberg? Wohl nicht mehr livehaftig im großen Stil unterwegs. Sicherlich habe ich hier gleich mehrere essentielle Sängerinnen des Genre vergessen…Aber ich will euch einfach nur mal für so tolle Stücke wie das fiebrig lauernde ‚Solstice I – She Burns‘ mit seinen ausladenden 10 Minuten begeistern und dafür sensibilisieren, das es mit KING WITCH eine Band gibt, die bereit ist, den Staffelstab zu übernehmen!

Auffällig ist, das die Band aus dem UK mehr Pfund in die Gitarren gesteckt hat, die im Subtext auf dem Debüt vorhandenen Doom Rock und Stoner Rock Fragmente sind völlig verschwunden. „Body Of Light“ brät einem die Friese bis zur Haarwurzel ab, verdammt direkt, unheimlich knackig produziert! Egal ob fast tänzelnd wie beim Titelstück, oder mit voller Wucht beim über 8 Minunten langen ‚OF Rock And Stone‘, KING WITCH sind bereit für den nächsten, großen Schritt! Natürlich darf hin und wieder auch der Tony Iommi Narrativ im Riffing nicht fehlen, das gehört einfach zum guten Ton! Das die Scheibe unheimlich smart auskomponiert ist, beweist der Tempoausbruch ‚Witches Mark‘, ein wütender Heavy Metaller, der ordentlich Alarm macht und den Gashahn derbe offen hat. Die Nummer wirkt nicht als Fremdkörper, trotz 4 (!) Stücke mit Überlänge: „Body Of Light“ kann man am Stück genießen, man fühlt sich – was bei Doom Metal Scheiben schon mal vorkommen kann – nicht erschlagen oder gar groggy. Bei aller Begeisterung muss man allerdings auch konstatieren, das ‚Return To Dust‘ den internen Wettkampf der Longtracks auf dem Album verliert, irgendwie wirkt das Stück nur an skizziert und kann bei weitem nicht die Klasse des restlichen Materials halten.

Trotzdem, KING WITCH sind mit dem Album mitten im Geschehen und sollten auf jedem Einkaufszettel stehen, wenn man denn auf Doom Metal steht, oder auf richtig schweren, mächtigen Heavy Metal mit einer unglaublichen Power Röhre am Mikro!

8 Points. Erscheint am 24.04.2020 via Listenable Records.

 



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