Section: Reviews 44622Autor: Diggi
Datum: 26.03.2020
Bereich: Reviews

.....in diesen Tagen.....

Totenzug – Festering Peregrination

NEKROVAULT

HORNELLA!

Hölle, Schwefel und alles verzehrende Magma. Das alles evoziert das Full Length Debüt der Memminger Metal Of Death Adepten NEKROVAULT. Nach zwei EP´s vollzieht die Band eine regelrechte Metamorphose, einer Verpuppung gleich, denn dieser Totenzug hier agiert gleich mehrere Meter tiefer unter der Grasnarbe als das was die Band bisher aus fauligen Friedhofsackern exhumiert hat. ‚Funeral Hillscapes‘ agiert ungelenk wie ein Ghoul, grobschlächtig, aber immer todbringend gefährlich. Die Extreme zwischen lauerndem, kriechendem und schleppendem Tempo und den diametral  gesetzten, wahnhaften Tempi Ausbrüchen werden im Verlauf des Albums immer wieder auf die Spitze getrieben. Wer einen soliden Abstieg in die Gruft von NEKROVAULT sucht, der wird ihn mit dem Monster ‚Psychomanteum – Luminous Flames‘ finden.

‚Pallid Eyes‘ ist das erste Stück welches unter 6 Minuten agiert und Gitarrenmanie im Sinne der Altmeister von Incantation oder Morbid Angel versprüht, übrigens auch eine willkommene, schnittig-schnelle Auflockerung, zu der bisher präsenten bleiernen Schwere. ‚Serpentrance‘ bildet dann nur den unheilvoll-sphärischen Übergang zum sich windenden ‚Basilisk Fumes‘. NEKROVAULT katapultieren sich hier direkt in die erste Liga der haute voleé des einheimischen, wirklich finsteren Death Metal. Das Album wirkt wie eine übergroße Kröte, die man schlucken muss, ähnlich wie das Abschiedsmanifest von Necros Christos entwickelt sich die Schwere, die Undurchdringlichkeit mancher Stücke dann immer mehr, mit jedem weiteren Durchgang, nimmt das Album Form an, wird zu einem großen schwarzen Loch, welches den Hörer verschlingt. Alles auf das totale Ende hin, auf die absolute Nullstelle hin, bewegt dann der kräftezehrende 9 Minüter ‚Eremitorium‘. NEKROVAULT haben mit „Totenzug – Festering Peregrination“ eines der gefährlichsten Death Metal Alben, fernab von lobotomisierten Mitklatschspielchen und alkoholisiertem Stadiongegröle aus der EMP Fankurve kreiert. Gratulation! Auch der Gruß in Richtung Chapel Of Disease ab Minute 03:30 bis 4:30 im Abschlussepos in Form des Heavy/Classic Rock Solos passt und wirkt sinnstiftend. Ganz groß!

9 Points.

Erscheint am 27.03.2020 via Ván Records  



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