Section: Reviews 44613Autor: Diggi
Datum: 20.03.2020
Bereich: Reviews

....Hurricane Hellfukker hält nicht viel von Pausen....

Infernum et Necromantium

ILLUM ADORA

HORNELLA!

Knapp ein Jahr nach dem umjubelten Debüt Album "...of Serpentine Forces" greift der Einzelkämpfer Hurricane Hellfukker wieder zu Axt und Morgenstern, schmückt das Haupt mit der Pestmaske und zieht in den Krieg.... Diese neue EP hier ist jedenfalls die Eisenfaust, die all die Hippster Schwarzwurzel Selektierer mit Schwung am Glaskinn trifft! Alleine das Cover lässt aufgrund der Gestaltung und Ästhetik sofort an seelige Last Episode Zeiten denken. Titelstück und Opener operiert im klassischen Midtempo, die Becken scheppern a Go-Go und das skandierende Gekrächze stellt alle Uhren und Kalender um auf Anfang bis Mitte der 90er Jahre. Dann noch diese verhuschten Chöre im Hintergrund... Ein Fest, dadurch bekommt das Eröffnungsstück auch einen dezenten mittelalterlichen Einschlag. Stark!

Nicht verschweigen möchte ich an dieser Stelle, das ich nach den ersten beiden Durchläufen doch meine Schwierigkeiten mit dieser EP hatte. War das Debüt eher klar auf eine schwarz/weiß Kontrastierung ausgelegt, so wirkte das "offenere Soundbild" hier fast schon irritierend. Doch nun möchte ich es so wie es ist gar nicht mehr anders, denn 'Oscurita Medievale' (...das ist das mittelalterliche wieder...d.Verf.) besticht durch herrlich repetitve Riffs, klirrend schwedisch-melodiöse Leads und grandios - anachronistischen Keyboards!

Wer jetzt meint, das ILLUM ADORA so langsam zum Rondo Veneziano Kitsch der Melo Black Metal Phase der 90er Jahre tendiert, der sollte dann direkt mal 'Master Of Contempt' genießen. Ein zackiges "...Uhhhhh...." und los geht der wilde Ritt im Lumberjack Rhythmus durch die sternenklare Nacht. 'Heroine des Grauens' beginnt mit Lagerfeuer Klampfe und nervösem Solo auf der E Gitarre, ehe dann wieder ILLUM ADORA das Biest von der Kette lassen, allerdings wie gewohnt in einer perfekt austarierten Gemengenlage zwischen frostiger Melodielehre und Wurzeltreue zum Black Metal der zweiten Generation.

'Blackvisions Of The Almighty' gibt dann von allem wofür ILLUM ADORA stehen, nochmal eine Extra Portion - ganz rezeptfrei - an den Adressaten heraus. Toller Schlussakkord, der als Derivat aller Stärken dieses Projektes anzusehen ist!

Man darf gespannt sein, wohin es Herrn Hellfukker noch treiben wird.

8 Points. Erscheint am 29.03.2020 via Folter Records.

 



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