Section: Reviews 44569Autor: Diggi
Datum: 13.03.2020
Bereich: Reviews

....stylische Scheibe aus Oslo...

Omnipresence

MINDTECH

HORNELLA!

Das MINDTECH bereits auf den selben Bühnen wie Pagans Mind, Masterplan oder Pyramaze standen, steht den Norge Männern gut zu Gesicht. Nach intensiver Hörkur von "Omnipresence" würde ich noch Kamelot, DGM oder Divided Multitude nennen.

Melodiöser, aber rifflastiger, sehr modern in Szene gesetzter Metal umscheichmelt die Ohren; 'The Path Of The Sages' ist unterteilt in 4 Parts, die allerdings alle für sich stehen. Als Interludium muss 'Part 0:Invocation' herhalten und wäre aufgrund der Belanglosigkeit auch nicht wirklich nötig gewesen.

Richtig schön mit 8 Zylindern blubbernd knallen 'Part I: The Big Question' und 'Part II:The Lotus Eyed' aus den Speakern. Bei MINDTECH sitzt schon vieles mit dem zweiten Langdreher. Sänger Mathias kann es mit jedem der hier bereits genannten Bands aufnehmen, vermittelt den konzeptionelen Überbau der Scheibe sehr mitreissend. Mit 'Part III: Unity' nähern sich MINDTECH sogar der Klasse von Flow an, dem zum Glück doch nicht letzten Album von Conception. Ob man nun MINDTECH unbedingt al Progressive Metal Band durch die Dörfer treiben muss, wie es der Beipackzettel tut sei mal dahingestellt. Die Band ist spieltechnisch absolut auf Augenhöhe mit den - ich wiederhole mich - oben genannten Bands.

'Brahman' ist dann der erste Song des Albums, welcher nicht zu der Mini Saga gehört, die die erste Hälfte von "Omnipresence" ausmacht. Auch hier gibt es nichts zu meckern: Tolle Arrangements, ein Song der funktioniert, aber irgendwie auch eine "Surrogat Wirkung" mit sich bringt. Sind Kamelot und Co wirklich besser? Vielleicht können diese auf mehr Alben und somit mehr Fanfavoriten zurückgreifen, insofern: Nein. MINDTECH ähneln nur eben diesen Bands die spielerische Kompetenz mit hohem Melodiepegel verheiraten wirklich eklatant. 'The Journey', 'Standing Tall' oder das etwas schwulstige 'These Are The Days' können die Substanz der vorherigen Nummern nicht ganz halten, 'Throught The Veil' greift dann wieder die kompositorische Klasse von MINDTECH auf.

"Omnipresence" stellt eine echte Alternative für Hörer - wieder muss ich es....mich wiederholen... - oben genannter Bands dar. Vielleicht ist das auch das kleine Dilemma für die tapferen Norweger, denn etwas mehr eigener Stallgeruch würde wohl dafür sorgen, das man eben nicht im Windschatten anderer segeln muss.

7 Points. Erscheint am 13.03.2020 via TriTech.



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