Section: Reviews 44556Autor: Diggi
Datum: 10.03.2020
Bereich: Reviews

Kein Zuckerbrot....

Viperous

VREDEHAMMER

HORNELLA!

VREDEHAMMER tragen es bereits im Bandnamen: "Viperous" ist gallig und giftig, Hammer ist die Durchschlagskraft der Stücke, VREDEHAMMER sind sowas wie Brüder im Geiste mit Myrkskog, die mit ihrem Debüt anno 2000 eine unglaublich erdrückend kalte Präzision an den Tag legten, ehe die nebulöse Kapelle dann 2 Jahre später einen humorlosen Brutal Death Metal Brocken nachgeschoben hat. VREDEHAMMER verheiraten auf "Viperous" ästhetische Black Metal Melodielehre, Sequenzer Schick und eine kompromisslose Riffmacht, wie einst SYL. Womit wir die zweiten Brüder im Geiste benannt hätten.

Wer also kein Problem mit wahnhaft in Szene gesetzten Synthies hat, wie beim Totalabriss 'Any Place But Home', der wird sich der Sprengkraft der Stücke auf dem dritten Album der Norweger schwer entziehen können. Stechschritt geht bei VREDEHAMMER auch, so erscheint 'From A Spark To A Withering Flame' wie eine verschollene Aufnahme zu Rebel Extravaganza Zeiten von Satyricon. Auch wenn mit 'Winds Of Dysphoria' aufgrund des eher plakativen 70er Jahre Splatter Synthie Flair Beginns direkt die Szenepolizei alarmieren wird, morpht die Nummer in einen wahren Orkan. Riffs schichten sich über Riffs, der Drummer hält diese wild feuernden Geschosse aber unte Kontrolle. Meisterleistung! 'Aggressor' ist keine Hellhammer Verneigung, sondern ein klug in Szene gesetzter, eiskalt melodischer Schädel Spalter, der auch mal Raum zum Luft holen lässt.

Titeltrack und 'Suffocate All Light' holzen alles in Grund und Boden, besonders die martialisch-Fanfarenhaften Keyboards sorgen für eine klirrende Atmosphäre.'Skinwalker' klingt so, wie sich der Titel liest- Humorlos, präzise, tödlich.

"Viperous" ist ein Manifest des perfekt in Szene gesetzten Frontalangriffs auf Konventionen. Tiefschwarz.Maschinell.Kalt.

9 Points. Erschienen über Indie Recordings.



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