Section: Reviews 44483Autor: Diggi
Datum: 28.02.2020
Bereich: Reviews

6 Jahre später...

Spectres From The Old World

DARK FORTRESS

HORNELLA!

Das DARK FORTRESS zu den wichtigsten europäischen Black Metal Bands mit Anspruch zählen, ist nichts neues. Das Album Nummero 8 allerdings dermaßen kohärent stark, intensiv und atmosphärisch dicht ausgefallen ist, ist schon eine kleine Überraschung. Mit "Ylem" und "Venereal Danwn" wandelte die Band ein wenig introvertiert umher, nicht das die Alben durchschnitt waren, aber man ließ den Hörer nicht sofort an sich heran.

"Spectres From The Old World" startet mit dezentem Industrial Touch im Intro 'Nascence', eher dann 'Coalescence' mit aller Macht und Wucht durch die Boxen bricht. Was für eine Produktion!!! Mit Sicherheit jetzt schon mit dem aktuellen Psychotic Waltz Album das Soundkleid des Jahres! Auch 'The Spider In Th Web' ist tief dunkel schimmerndes Edel Metall, angereichert mit der typisch süchtig machenden Gitarrenarbeit von Asvargr und V. Santura und dem majestätisch anmutenden Gesang von Morean. Ein manisch verspieltes Stück, das zwar ein wenig Tempo rausnimmt, so aber die volle Wirkung entfalten kann.

Das Titelstück ist fast schon archaischer Furor, natürlich zeitgemäß in Szene gesetzt. Herrlicher DARK FORTRESS Stoff, der Fans aller Schaffesnperioden der Landshuter in Verzückung versetzen wird! Der Titel versprüht Verve und zeigt die Band nicht eingedampft auf ihren Kern, aber doch fokussierter, weniger "Suchend" wie auf dem letzten Album aus 2014. Das mit Macht schreitende 'Pali Aike' wirkt in seiner Ausstaffierung schon epochal. Die Gottheit 'Pazuzu' wurde schon auf diversen Extreme Metal Alben thematisiert, aber selten so mitreissend, zu Beginn rasend, dann perkussiv tänzelnd wie hier. Ebenfalls ein Volltreffer! Übirgens sind wir hier schon beim sechsten Stück angelangt, die Sogwirkung des exorbitant starken Songmaterials hat bereits alles weltliche mit sich hinab gerissen. 'Isa' ist dann der Bruch, ein ruhiger, auf Gitarren aufgebauter Beginn, weckt einen 7 Minuten Dämon, der sich die diese Zeit auch nehmen muss, um zu wachsen. Das Stück steht für die extrovertiert progressive Seite der Band, ebenfalls in bestechend vitaler Form.

DARK FORTRESS fahren im weiteren Verlauf zwar mit unwirklich wirkenden,sehr eindringleichem Klargesang bei 'Puling At Threads' einen Kontrapunkt zum bisherigen Modus Operandi auf, ansonsten ballert die Nummer aber enorm nach Vorne; Tolle Bass Arbeit! Zum Ende hin finden sich mit 'Penrose Procession' oder 'Nox Irae' eher Titel mit Interludien Charakter, das zweite Epos des Albums, 'Swan Song' fasst dafür nochmal die Stärken von "Spectres From The Old World" wunderbar zusammen, tolle sakral anmutende Chöre auch!

DARK FORTRESS erlauben sich mehr Kompaktheit, schrauben gleichzeitig aber die Intensität und atmosphärische Dichte weiter nach oben. Dieses Album wird in spätestens 5 Jahren sicherlich einstimmig zu den 3 wichtigsten dieser außergewöhnlichen Black Metal Band zählen.

9 Points.

Erscheint am 28.02.2020 via Century Media.



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