Section: Reviews 44336Autor: Diggi
Datum: 24.01.2020
Bereich: Reviews

...schwere Konzeptkost....

Diablerie

ERELEY

 

Ereley - Diablerie - Front

 

HORNELLA!

Die Prog Newcomer ERELEY präsentieren mit "Diablerie" ein dunkles, introvertiertes Konzeptalbum, welches harsch und Haken-schlagend daher kommen kann, wie bei 'Boogie Man', aber auch sphärisch verschroben mit 'Hex' den Hörer umschmeichelt. Die Tschechen liefern hier ein wirklich wertiges Scheibchen ab, welches es aber schwer haben wird, denn von der Textur her sitzen die Musiker gewaltig zwischen den Stühlen, mäandert das Titelstück in Tool Parallelwelten, gönnt sich die Scheibe aber auch den Pathos von Paradise Lost zu Icon Zeiten, integriert spacige Keyboard Arrangements und wildert beim passenderweise 'Nephilim' betitelten, alraunenhaften Riffer sogar in Düster Rock Gefilden.

Atmosphäre ist hier der Game-Changer, dazu die richtig starken Vocals, die die gesamte Bandbreite zeitgenössischer Progressiver Musik abdecken. Richtig gut! ERELEY sehe für mich jetzt schon in einer Reihe mit stillen Helden wie Opposite Earth oder The Last Things und Last Crack. Auch wenn es hier definitiv ein sehr diverses Metal Album ist, so agieren die Tschechen doch nie laut-polternd, sondern schleichen elegant daher. Wenn es der Song verlang auch Neo-klassische wie bei 'Echantress'.

'Beast' wirkt ein wenig anachronistisch aufgrund der Keyboard Arrangements, hat aber - wie die gesamte Scheibe - Charme und Tiefe. Eines muss dem Hörer hier klar sein: Hits, oder Refrains die im Ohr hängen bleiben wird man hier nicht finden. Wer aber aufgrund der wirklich fordernden Storyline mit den atmosphärisch dichten Stücken intensive Kopfhörer Sessions bucht, der wird mit einem echten Grower belohnt. Der 7 Minüter 'Flames Of Deliverance' wildert dann noch einmal "toolesk" im Skalen Dschungel.

Der Daumen steht auf 12 Uhr, 8 Points. Erscheint am 24.01.2020 via Massacre Records.



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