Section: Reviews 44182Autor: Diggi
Datum: 14.12.2019
Bereich: Reviews

....Die schwedischen Schwaben....

The Hour Of The Avenger

REVEL IN FLESH

HORNELLA!

Was für ein Dilemma....wIe hätte ich es euch schildern können? Dann die ganz persönliche Enttäuschung.... Hä? Was? Ja, diesmal hat es ein wenig länger gedauert, das mich REVEL IN FLESH wieder fest in ihren Klauen hatten. "The Hour Of The Avenger" ist nicht nur ein Albumtitel, der auch gut zu der ein oder anderen Plastik Metal Verbrecherbande passen würde; Viel schlimmer: Titeltrack und Dosenöffner kickten mich zunächst überhaupt nicht. Jetzt weiß ich warum: Nach Sentient Horror,Entrails, Sorcery und der Live Scheibe von Entombed musste ich meinen Schweden Tod Speicher zunächst mal löschen.

REVEL IN FLESH legen mit dem fünften Album einen weiteren tonnenschweren Grabstein vor. "The Hour Of The Avenger" legt den Fokus auf mehr Melodie. Sägende Riffs wie bei 'My Trial' finden sich aber trotzdem immer noch auf diesem Filet Stück wieder. Der Opener agiert in der Tat etwas fremdelnd, allerdings auch nur weil es schleppend beginnt, im weiteren Verlauf ist die Nummer mit ihren tollen Tempi Variationen sogar einer der stärksten Stücke.

'Blood Oath' ist ein Kickdrum Sperrfeuer und haut den Hörer mit sinistrer Atmosphäre um, pure Wucht, weniger Schweden Tod Rasanz. Spätestens ab 'The Nihilistic Nothingness' (....der Titel...d.Verf.) hat man sich an den dezent neuralgischen Veränderungen im Soundbild gewöhnt, auch hier agieren REVEL IN FLESH im mächtigen Midtempo Galopp. 'Sky Burial' setzt alles auf flirrende Leads, eine "schreitende Grundatmosphäre" , die Vokills geben den Anchorman.

Die Schwaben sind auf Scheibe, denn mit 'Deathblow' wird zackig auf der Snare angezählt und es wird wieder vermehrt Kniegas gegeben, der schnoddrige Shout Refrain ist genau das Richtige, nach dem eher atmosphärischen Teil des Albums. Bloodbath und Unleashed Fans drehen hier frei, Was dann folgt, bis zum knusprigen Motörhead Cover 'Rock Out' ist über 'Pervitin Speed Kill' (was für eine Splittergranate, d.Verf.) oder dem herrlich bösen 'The Wayfarer' sackstarker Schweden Tod. 'The Nightbreed' ist dann wieder ein eher Bolzenwerfer-artiger, schleppender Totensong, trotzdem: REVEL IN FLESH schaffen mit "The Hour Of The Avenger" eine kleine aber feine Neujustierung. Weniger Vollgas, mehr Augenmerk auf Melodie, das Arrangement ist wichtiger als das Etikett und der Signature Sound "Swedish Death Metal".

8 Points. Erschienen über War Anthem Records.



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