Section: Reviews 44101Autor: Diggi
Datum: 01.12.2019
Bereich: Reviews

Endlich ist der Sternenkreuzer aus Hamburg wieder auf neuer Mission!

Zero Elysium

AEONS CONFER

HORNELLA!

6 Jahre ist es her, da habe ich hier den Vorgänger "Symphonies of Saturnus" abgefeiert. Warum in dieser Zeit Band und Album nicht Richtung Orbit durchgestartet sind, bleibt mir ein Rätsel. Bereits damals hatten AEONS CONFER ein fertiges DIY Produkt in Major Label Qualität am Start. Jetzt das Unglaubliche:

"Zero Elysium" ist noch stärker, noch professioneller. Noch besseres Songwriting, noch bessere Produktion und wieder eine fesselnd-dystopische Story dazu!

'Impactors' knackt sofort das Vergnügungszentrum des Hörers mit wahnsinnig strammen Riffs, einem unheimlich starken Extreme Metal Gesang in Kombination mit wirklich sinister anmutenden, symphonischen Momenten. 'Termination Artifacts' lägt noch eine Doppelschüppe Härte obendrauf, ohne die Sci-Fi Ästhetik der Band zu ignorieren. Surreale Soprangesänge, flirrende Synthies und dazu ein sowas von brachiales Riffing und Kraken Drumming, das die Kinnladen hier A-Go-Go runterklappen. Auch 'Wise Deflector' glänzt mit Champions League Arrangements. Gerne geht der Gesang dafür auch mal mehrere Stockwerke in die Tiefe. Auch der Raumanzug sitzt perfekt, wenn dann mit dramatischem Klargesang flankiert wird.

Wer meint, das das bisher schon grandios, ohne Gleichen ist: Es geschieht das Unvorstellbare, AEONS CONFER liefern dann mit 'Plasmoid' eine Orbitalwaffe ab, die alles pulverisiert! Was für ein Nackenbrecher, dieser mächtige Groove schlägt Fressen zu Fritten, lässt zig "Dicke Hose Kapellen" verdammt zahm wirken, 'Confront The Sum' und 'Nemesis' nehmen es in Sachen unglaublich starkes Songwriting noch ernster und mischen die Stärken von AEONS CONFER zu einem wahren Sonnensturm: Bedrückende Blockbuster Atmosphäre mit technischem Können und traumwandlerischer Sicherheit in Sachen knallharter Dramatik!

'Repulse' ist unter absoluten Juwelen des modernen Metal dann tatsächlich nochmal so etwas wie die Doppel Sonne über Tattoine; Was für ein hypnotisches schwarzes Loch haben die Herren damit nur entfacht? Wahnsinn!

Die letzten beiden Stücke; 'Zero Elysium' und 'Pandemonium' zollen dem konzeptionellen Überbau des Albums in sofern Tribut, das es hier auch mal sphärischer, sehr dunkel und bedrohlich und zum Ende hin auch absolut fatalistisch werden kann.

"Zero Elysium" ist nicht nur eines der wichtigsten Alben des einheimischen Undergounds, sondern auch die zukünftige Benchmark. Kompromisslos grandios!

10 Points. 

 



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