Section: Reviews 44080Autor: Diggi
Datum: 23.11.2019
Bereich: Reviews

....der erste Teil einer Trilogie entfacht das Feuer....

Feuer

(DOLCH)

HORNELLA!

(DOLCH) machen es nicht wie Bölzer und ergehen sich in EP Veröffentlichungen, es steht tatsächlich nach Demos und EP der Auftakt einer Albumtrilogie an, die nun mit "Feuer" eröffnet wird und das Kollektiv startet mit 'Burn' folgerichtig schreitend und diffus in das Projekt "LP Format". Sofort wird klar: (DOLCH) haben metaphorisch gesehen das Licht angemacht. Differenzierte Produktion, introvertiertes "voran schreiten" des Songs, das aber alles in einem viel konventionelleren Setting als wie zuletzt im Elektro und Ambient Spannungsfeld. Sehr beschwörender Grundcharakter, die namenlose Chanteuse scheint jetzt das zu zeigen, was Sie schon immer konnte, ganz besonders beim Hochlicht der Scheibe; 'Halo (Afraid Of The Sun)' ist ein verstörender, basischer Song, der zwischen den Polen Gruftige Dunkelheit und erhellende Katharsis hin und her pendelt. Allerdings ist hier der Gesang die Sonne, alles andere umgarnt eben diese. Fesselnd.

'A Funeral Song' wird natürlich durch Streicher eingeleitet und ergiesst sich wie Pech und Schwefel in Zeitlupe über den Hörer. Fast schon ein klassischer Grabes Doomer. (DOLCH) zeigen dann mit dem Endlos Sprachsample, enthemmt eindimensionalen Percussions und einem knarzenden Bass dann doch die Krallen. Das ist schon fast Da-daistisch. Oder nur ein Stinkefinger. Nein, 'A Love Song' ist nicht wirklich ein konventionelles Musik Stück. 'Psalm7' sollten viele schon kennen und geht als Goth oder Death Rokk Verbeugung durch. Das dürfen die natürlich goutieren, die bei jedem Konzert auch während des Hauptacts sich lieber selber schwadronierender Weise zu hören und irgendwo mit höchstens 2-3 anderen Hobby Feuilletonisten die Veranstaltung abhassen.

Trotzdem: Die Nummer kann was aufgrund ihrer hypnotischen Wirkung. Schwer und sperrig machen es dann (DOLCH) mit dem 9 Minuten langen 'Mahnmal', auch 'Feuer' nimmt sich Zeit und Raum, stellt aber einen fast schon majestetischen Abschluss dieses ersten Albums dar, schroff ist der stilistische Bruch in der Mitte, wo (DOLCH) zu dem etwas krachigen Demo Sound zurückkehren.

8 Points. Erschienen über Ván Records & Totenmusik

 



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