Section: Reviews 44056Autor: Diggi
Datum: 21.11.2019
Bereich: Reviews

Mex Uzziel präsentiert mit seinen Bandkollegen die etwas andere (Thrash) Metal Scheibe....

This Fear

UZZIEL

HORNELLA!

Nach dem DIY Dreher "Torn Apart" aus 2014 folgt nun ein nicht minder professionell in Szene gesetzter Nachfolger. Von dem Jahrmarktintro sollte man sich nicht täuschen lassen, das folgende 'Acid Rain' ist eine gekonnte Melange aus brachialer Riffwucht, den grummeligen Vokills von Mex und ausgeklügelten Schlagzeugfiguren, alles eingebettet in ein Midtempo Setting, umrahmt von einem auflösenden, melodiösen Refrain. Eine ganz Spur härter kommt dann 'Dark Moments' daher, hier wird auch gerne mal da Tempo angezogen. 

UZZIEL wirken auf den ersten Höreindruck sehr divers, die Band versucht auf keinen Fall in die Otto Normal Banger Thrash Metal Ecke abgestempelt zu werden. Mit dem sauber arrangierten 'This Fear' gelingt das den Österreichern auch verdammt gut. Groove, verzwirbelte Parts, klare Refrains, hin und wieder Tempiverschärfungen die der Akzentuierung dienen, das passt! 'Final Solution' grüßt im burschikosen Galopp und Twin Gitarren Flankierung die eisernen Jungfrauen. "This Fear" hat definitiv seine Momente, Kritiker die gerne das Haar in der Suppe finden wollen, könnten dem Album allerdings auch eine gewisse Unausgewogenheit attestieren, so finden sich auch spät 90er/ frühe 00er Jahre Melo Death Motive, wie bei 'Fading'. Euer Rezensent erinnert sich beim mehrmaligen Einwerfens der Scheibe an Sindustries von Gardenian.....

'Dead End Evolution' ist dann zwar nnur knapp über 3 Minuten lang, aber sicherlich der knackigste und härteste Brecher auf dem Langdreher. Verdammt starkes Teil! Das von einem ätherisch wirkenden Chorus dominierten 'Dementia' ist dann das andere Ende der Kerze, hier integrieren UZZIEL dann wieder verspieltere Stilelemente. Auch das gelingt, ohne käsig zu klingen.

"This Fear" ist ein gutes Album, UZZIEL können definitiv was, für die Zukunft gilt es dann aber doch noch die Tiefenschärfe am eigenen Soundbild zu justieren. Warum man sich allerdings für ein dezent irreführendes visuelles Gestaltungskonzept entschieden hat, welches zwar die düsteren Themen der Songs aufgreift, aber Cover und Booklet auch in eine Suicide Black Metal Ecke drängt....

7 Points. Erschienen über SAOL.



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