Section: Reviews 43961Autor: Diggi
Datum: 05.11.2019
Bereich: Reviews

Die Ägyptologen haben sich selbst ausgegraben....

Vile Nilotic Rites

NILE

HORNELLA!

"....The Lyrics are very much NILE...." so beschreibt Mastermind Karl Sanders die Themen, die diesmal auch von der US Serie Rome inspiriert wurden..Er und Schlagzeug Krake George Kollias bilden den Kern von NILE, die mit "Vile Nilotic Rites" und neuem Line-Up zu alter Stärke zurückfinden, aber auch gleichzeitig die Band fit machen für die Zukunft. 

Ich kann mich an kein anderes NILE Album erinnern, welches dermaßen brachial und transparent produziert ist. Insgeheim wünscht man sich das ein oder andere Album aus den Anfängen mit diesem Mördersound, obwohl euer Schreiberling überhaupt kein Freund von diesem ganzen Re-Recording Schwachsinn ist. NILE brettern zu Beginn erstmal kurz und knackig in ihrem neuen PS Monster durch die Wüste, ehe "Vile Nilotic Rites" nach dem Titelstück an dritter Stelle sich beim Hörer so richtig eingegroovt hat. Ein Gradmesser für die Klasse eines NILE Albums waren immer die epischen, langen Stücke und so überrascht es nicht das diese hier mit 'Seven Horns Of War' mit seinem larger than life Godzilla Intro (hört es und ihr versteht es! d.Verf.) wieder mal für runterklappende Kinnladen a Go-Go sorgen. Was für ein Monster!

'That Which Is Forbidden' überzeugt mit anbetungswürdigen Gitarrenleads und NILE Trademark Sound in absoluter Perfektion. Hektischer und rabiater fällt dann wieder 'Snake Pit Mating Frenzy' aus, hier wird klar, wieviele ehemalige Deathcore Bands von NILE beeinflusst wurden. Was für ein Tempi Irrsinn, das kann so nur eine Band, ohne zu langweilen oder den Hörer komplett zu überfordern. 'Revel In Their Suffering' ist der beste Überschall Morbid Angel Song der so nie von Trey A. mehr geschrieben wird! 'Where Is The Wrathful Sky' ist böse, bedrohlich und fies zäh..... Starke Darbietung! Mit 'The Imperishable Stars Are Sickend' findet sich noch ein weiterer superber Longtarck auf "Vile Nilotic Rites'. Verdammt stark, NILE scheinen hier mit all ihrer Erfahrung in einen Jungbrunnen in irgendeiner Pyramide gefallen zu sein, oder haben ihre Seelen endgültig an den Schakal verkauft....Die unwirklichen gespenstischen Backings sorgen für wohlige Schauer und der ziemlich kranke 6 Minüter 'We Are Cursed' beendet eine Scheibe, die es wohl in den bandinternen Klassiker Kanon schaffen wird.

8 Points. Erschienen über Nuclear Blast.



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