Section: Reviews 43953Autor: Diggi
Datum: 02.11.2019
Bereich: Reviews

..die große Schwester der Micro EP ist da....

Macro

JINJER

HORNELLA!

 

Ganz aufmerksame Schmalspur Fachidioten unterstellen  JINJER auf dem neuen Album "Macro" ein "ausblenden" an "Hits".

Hallo, geballte Kompetenz: Auch wenn JINJER aufgrund von Social Media Präsenz, Tourfreudigkeit, Outfit und auch wohl aufgrund dessen, das Sängerin Tatiana Shmaylyuk immer mehr zu einem Covergirl wird, eher eine jugendlichere Klientel ansprechen, sollte es mittlerweile klar sein, das die Band es eher auf Atmosphäre, Songdichte und ganz besonders auf herausragende Spieltechnik anlegt. Die Hits waren folgerichtig auf dem "King Of Everything" Album. Erfreuen wir uns also an "Macro", ein Album das sich noch mehr genrefremde Stilistiken öffnet, wie beim total kranken Reggae Part in 'Judgement ( & Punishment). Die übergroßen Klargesangspassagen finden immer noch statt, zielen aber nicht mehr sofort auf die Arschwackelfraktion ab. Zu verifizieren bei dem hektischen Tentakel Drumming versus Polyrhythmik Feuerwerk 'Noah'.

Wie stark mittlerweile JINJER in ihrem ganz eigenen Metier sind, das beweisen so übergroße Nummern wie 'On The Top' oder 'Pit Of Consciousness'

Das abartig variable Organ von Tatiana duelliert sich fast in einen tranceartigen Zustand mit ihren Instrumental Kollegen, die zwar schon traumwandlerlisch sicher die Widerhaken Parts runterzocken, aber scheinbar noch höher hinaus wollen. Ja, "Macro" ist auf eien gewisse Art und Weise anstrengend, aber: Welche Schnulli- Bulli EMP Kapelle kann so einen massiven Hassbrocken wie 'The Prophecy' schmieden? Eben....

JINJER gehen weiter ihren Weg, der Mainstream nimmt es irritiert zur Kenntnis und wundert sich, die Band aus der Ukraine keinen auf Lacuna Coil oder In This Moment machen will...

8 Points. Erschienen über Napalm Records. 



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