Section: Reviews 43915Autor: Diggi
Datum: 30.10.2019
Bereich: Reviews

.....wenn Publikumslieblinge die Kurve bekommen....

Boneshaker

AIRBOURNE

Hornella!

AIRBOURNE scheinen bemerkt zu haben, das da die letzten Jahre etwas eher "downhill" ging: Alben wie 'Black Dog Barking" oder zuletzt "Breakin´Outta Hell" fehlte die Fähigkeit, die Unbefangenheit, die Unbekümmertheit, die LMAA Attitüde der Aussies noch frisch und vital durch die Tür zu bringen. Nun haben sich die ehemaligen Vorzeige-Rüpel mit dem fünffachen Grammy-Gewinner Dave Cobb  als Produzent zusammengetan und schaffen es, den jugendlichen Charme und Leichtsinn, den das geniale Debüt aus 2007 und in Teilen auch dessen Nachfolger aus 2010 ausstrahlte zu reanimieren.

Mit dem Einstand 'Boneshaker' stellen Sie direkt eine Verbindung zu erstklassigen Pub Rock Nummern her, die aber auch auf Mega Festivals für absolutes Freidrehen sorgen. Ehrlicher Heavy Rock mit dezenter Boogie und Blues Einfärbung, dazu die mit der Muttermilch aufgesogene, lebenslange Verbindung mit den musikalischen Vätern von AC/DC oder Rose Tattoo...Mensch die O´Keeffe Brüder haben es tatsächlich geschafft! Auch'Burnout The Nitro' und 'This Is Our City' mit dem herrlich stampfenden Strassengang Beat lassen jeden AIRBOURNE Fan in wilde Verzückung geraten...Auch euer Schreiberling bekommt das Grinsen nicht aus der Knittervisage, erinnere ich mich doch auch gerne an die ein oder andere Live Sternstunde mit den Typen, inklusive Bierdosen zerdrücken und Gerüstkletter-Einlage...

Auch die beiden flotten Knatternummern 'Sex To Go' und 'Backseet Boogie' begeistern den letzten Zweifler und notorischen Bendenkenanmelder. Wer hier allerdings immer noch das Haar in der Suppe finden will, der wird mit dem vielleicht stärksten Song der Scheibe, 'Blood in The Water' nach allen Regeln der Kunst vermöbelt. Das ist echter Heavy Rock von Typen, die sich ihren Status hart erarbeitet haben, jede Live Show so angehen als könnte es ihre Letzte sein und mit "Boneshaker" auch durchblicken lassen, das Sie verstanden haben. Sie haben realisiert das die "laid back" und fast schon auf Autopilot geschalteten letzten 2 Alben nicht AIRBOURNE waren.

AIRBOURNE sind basische Kneipenrocker,wie das herrlich vor sich hin groovende 'She Gives Me Hell'. Um nicht ganz die Balance des Albums aus den Augen zu verlieren, schieben die Australier mit dem schnodderigen High Speed Blues Rocker 'Switchblade Angel' und dem Nomen Est Omen Song 'Rock´n´Roll For Life' noch einmal ordentlich die Geschwindigkeit an.

Aufgrund der exorbitant hohen Klasse von "Boneshaker" kommt man 2019 nicht an AIRBOURNE vorbei, wohl auch nicht 2020, wenn es um diesen Signature Rock aus Down Under geht. Schön, das die Herren sich wieder nach einer kreativen Talfahrt wieder so vital und energisch zurückmelden!

9 Points. Erschienen über 



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