Section: Reviews 43861Autor: Diggi
Datum: 22.10.2019
Bereich: Reviews

Herr Lundqvist....

Rise Of The Reaper

ENTRAILS

HORNELLA!

Was hat der Herr doch Nehmerqualitäten! Um 1990/91 gegründet, gehören ENTRAILS eigentlich knapp hinter der Big5 des Skandi Death Metal zum Fundament auf dem eine weltweite Bewegung gegründet wurde. Doch Gitarrist Jimmy war eigentlich bereits im Pre-Demo Status immer wieder von Line-Up Dramen gebeutelt und das bis in das Jahr 2019 hinein. Erst 2010 und 2011 folgten erste Demo Verwertungen in Form der formidablen Alben"Tales From The Morgue" und "The Tomb Awaits". Keimfreier, klassischer Schweden Tod in Vollendung.

Nun steht mit "Rise Of The Reaper" das sechste Album an,natürlich wieder  mit einem anderen Sänger; Bassist Pontus legt Wert auf verständliche, mitteltriefe Growls, die weniger Subwoofer-like rüberkommen, wie es in der klassischen "Entombed" Phase der Band der Fall war. Gleich der Opener überrascht mit einer bisher selten frei gelegten Unleashed Stilistik, ehe 'Miscreation' im herrlich stumpfen Lumberjack Drumming Modus offenherzig an Grave gemahnt.

Einer der absoluten Hits des Albums ist aber 'The Pyre', zunächst rabiat im Hochgeschwindigkeits Wahn, dann unbarmherzig im morastig-morschen Friedhof Modus dahin wankend. Herrlich, so liebt und schätzt man ENTRAILS! 'In The Shape Of Dead`ist ein Kickdrum Beast, göbelt sich ohne große Umschweife in die Herzen der Todesmetaller, auch hier sitzt und passt der alte Schule Anzug perfekt. Nahezu Slayer-esk startet heulend flirrend die Gitarrenfraktion bei 'Gravekeeper'. Keine Frage, ENTRAILS präsentieren hier eine unheimlich variable Death Metal Scheibe im Old School Stil. Ganz starke Gitarrenleads, tonnenweise Atmosphäre, das ist vertonte Grabeskälte wie es sich gehört.

Selbst zaghafte Grüsse Richtung Britannien sind auf "Rise Of The Reaper" erlaubt; 'Destination Death' sägt sich ohne Gnade durch die Gehörgänge! 'Destruction' kommt wie eine Mutation von NWOBHM und Punk Ruppigkeit angeschossen, meine Fresse ENTRAILS gelingt hier unheimlich viel. In einem bleiben die Schweden sich aber treu: Mindestens seit 2014 leisten Sie sich auch mit dieser Langrille einen optischen Griff ins Klo, was das Artwork angeht. Aber bitte, der Gusto entscheidet!

Noch mehr Mut beweist die Kapelle mit dem für die Band eher untypischen Doom Kriecher zum Ende hin und dem dezent hippiesken, Black Sabbath artigen Instrumental als absolutes Ende. Trotzdem: ENTRAILS sind absolute Szene Helden und es ist Jimmy Lundqvist von Herzen zu wünschen, das diese Band Konstellation von Bestand ist.

Stark und mit der aktuellen Sorcery wohl das Evangelium eines jeden alte Schule Skandi Death Metallers!

8 Points. Erschienen über Metal Blade.

 



.


^^^ BACK TO TOP ^^^
© 1998-2012 by www.Heavy-Metal.de