Section: Reviews 43838Autor: Diggi
Datum: 18.10.2019
Bereich: Reviews

Die nicht mehr ganz so unbekannten des Sub Genre...

Garden Of Storms

IN MOURNING

HORNELLA!

IN MOURNING begleite ich auf heavy-metal.de seit ihrem Jahrhundert Debüt "Shrouded Divine" aus 2007 und was ich damals bei zuviel Zigaretten und zuviel von allem geschrieben habe unterschreibe ich in seiner Essenz immer noch: Genial! 10 Points! 2010 folgte dann mit "Monolith" der Versuch, diesem Szene Juwel einen gleichberechtigten Nachfolger zur Seite zu stellen, das gelang den Schweden nur partiell; 'The Smoke', 'For You To Know' oder 'Debris' konnten an die hohe Spielkultur anknüpfen, der Rest viel leider ab. Quo Vadis, Helden der Zukunft? Ganz einfach, IN MOURNING haben sich allen Erwartungshaltungen verschlossen und mit "The Weight Of The Oceans" ein unheimlich introvertiertes, atmosphärisch dichtes Album folgen lassen, welches der Auftakt zur Trilogie wurde, die mit dem genialen "Afterglow" fortgeführt wurde und die Band endgültig als stille Helden etablierte.

Nun folgt mit "Garden Of Storms" das Ende dieses Konzepts und Fans und Interessierte dürfen sich über das bisher kohärent spannendste und beste Album seit dem legendären Debüt freuen! 'Black Storm' ist bereits jetzt in der Setlist für Ewigkeiten gesetzt, ebenso verhält es sich mit 'Yields Of Sand' oder 'Hierophant'. Die Rückbesinnung auf Produzent Jonas Kjellgren erweist sich als Volltreffer und IN MOURNING zelebrieren ihren Signature Sound, der zwischen Espakismus, Shoegaze, Melodic Death Metal und Progressive Metal chargiert. Die einstweilen oft doomigen Parts sind ein wenig in den Hintergrund gerückt und machen Platz für noch schönere Arrangements, die eine Band präsentieren, die ihr eigenes Selbstverständnis mit diesem Album mehr als manifestiert. Nehmt die 7 Minuten Wundernummer 'Magenta Ritual' und tauch ein in das wieder einma traumhaft schöne Artwork von Kristian Wahlin. Was für ein Fest!

Klargesang und Growling haben noch nie so perfekt miteinander harmoniert wie auf "Garden Of Storms". 'Huntress Moon' präsentiert die Band schroff und ruppig wie noch nie, aber auch das darf geschehen, auf einem Album welches aufzeigt, wozu aufrichtige Kreativität ohne Kalkül führen kann. Mit den typisch zu Tränen rührenden, schmachtenden Epen geizen IN MOURNING diesmal auch nicht; 'The Lost Outpost' beschliesst einen jungen Klassiker, ein Album, das Masstäbe setzt. 

IN MOURNING sind die Benchmark für progressiven atmosphärischen Melo Death ohne Zuckerkrone!

10 Points. Erschienen über Agonia Records.



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