Section: Reviews 43577Autor: Diggi
Datum: 07.09.2019
Bereich: Reviews

Dansk Death Metal !

Venenum

BAEST

HORNELLA!

Wow, die Art und Weise wie diese Death Metal Lunatics die Szene bisher aufgemischt haben, nötigt Respekt ab. Nun sieht es so aus, das BAEST mit dem zweiten Album bei Century Media Records bereits in die europäische Spitze der Death Metal Szene schiessen könnten. Das dann aber auch völlig zu recht! Die Band mäandert zwischen essentiellen Polen der Death Metal Kultur: Der schwedischen Schule und der amerikanischen. Nehmt mal das Titelstück und es manifestiert sich ein Name in euren Synapsen: Bloodbath. Ja genau, denn die All Star Truppe hat besonders in der Akerfeldt Ära perfekt Ami Brutalität mit Schweden Harmonie gekreuzt. Brüllwürfel Simon Olsen erinnert ausserdem über alle Maßen an den Opeth Häuptling, als der noch Growls als die Waffe der Wahl favorisierte.

"Venenum" startet furios mit 'Vitriol Lament' und schlägt die Kauleiste gekonnt zu Brei. Fertig wie eine Schüppe Würmer kriecht der Hörer nach diesem präzisen ICE Angriff mit dem fiesen 'Gula' erstmal in eine sichere Ecke, um die Wunden zu lecken. Verdammte Axt, das Teil erinnert an Großtaten von Morbid Angel, als diese noch ultraböse Slow Mo Death Metal Monolithen komponieren konnten. Auch die Phrasierung erinnert auf Albumdistanz hin und wieder an den David "Ich bin der Größte" Vincent. Starker Beginn, der im übrigen auch die stilistische Ausrichtung von BAEST perfekt umreisst und gleichzeitig ziemliche diametral rüber kommt. Mutig!

Auch das 6 Minütige 'Heresy' erinnert frappierend an Titel die ein Slime oder Emptiness mit sich führen.... Aber auch das gelingt BAEST sowas von gierig geil.... nach knapp einer Minute wird das Tempo dann angezogen und der ungezügelte Furor hält Einzug. Er sei willkommen! Das man auch Death die Ehre erweist, davon legt 'As Above So Below' Zeugniss ab. Ein Aphorismus, der schon oft bemüht wurde, aber bitte, wenn dabei so ein starker Song raus kommt, der gut auch in die Spiritual Healing Phase gepasst hätte.

Das wir uns hier nicht falsch verstehen: BAEST sind ganz heisser Scheiss und kultivieren einen eigenen Stil, es drängen sich aber regelrecht Vergleiche mit den ganz Großen auf, wenn das Niveau wie hier auf "Venenum" so hoch ist!  Mit 'Sodomize' wird dann mal eben mit roher Klinge jedweder Anflug von Schöngeisterei destruiert. Das die Dänen mit 'No Guts No Glory' dann noch eine weitere Größe des Sujet covern, beweist das die Kapelle es drauf hat, ein schweres Erbe des Sujet zu tradieren!

Unglaublich, wo BAEST jetzt schon stehen. Haben wir es hier mit Helden von Morgen zu tun? Definitiv. 

8 Points. Erscheint am 13.09.2019 via Century Media.



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