Section: Reviews 43551Autor: Diggi
Datum: 05.09.2019
Bereich: Reviews

Ein Filetstück des europäischen Death Metal....

Conjuring the Obscure

ABYTHIC

HORNELLA!

Die NRW Deather ABYTHIC erfinden sich auf „Conjuring The Obscure“ nahezu neu und fungieren zumindest hier als Kollektiv von 7 Mitgliedern, neben Leimy treten hier noch 3 weitere Death Metal Fanfaren an. Das Album wirkt wie eine Entität und lebt von einem fesselnd-narrativen Charakter, zusammengehalten von beklemmenden Sprachsamples, in einem bald stattfindenden Interview mit der Band gilt es sicherlich zu klären, aus welchem düsteren Streifen, diese wirklich tollen Interludien stammen.

Musikalisch walzen ABYTHIC hier alles auf Türschlitzhöhe. ‚Eternal Chaos Will Rise‘ beginnt mit flirrendem Solo und einem fast schon majestätisch-diabolischem Duktus. Es wird sich Zeit gelassen, die unheilvolle Stimmung des zweiten Langdrehers aufzubauen. Das Gaspedal wird hier nur zur Akzentuierung. ‚Order Of The Gash‘ planiert dann noch mächtiger alles nieder. Ja, natürlich muss man bei diesem Modus Operandi die eine Bolzenwerfer Band aus dem UK nennen. Aber ABYTHIC sind viel mehr, der sinistre-beklemmende Charakter des Albums , die zusammenhaltenden Intros erinnern auch sehr an The Grotesquery, die es ebenfalls verstehen, eine dramatisch dunkle Atmosphäre aufzubauen! Ein absolutes Hochlicht ist das mächtige ‚Ruins In A Wasteland Of Visions‘, besser kann man diese Art von Death Metal nicht inszenieren. ‚Drifting Among Shadows‘ ergießt sich wie alles erstickende Lava aus den Boxen, überrascht mit Tempoverschiebungen und begibt sich in die Nähe zu den Berlinern Necros Christos. Auch ‚Coronation By The Burning Winds‘ zeigt die enorme Reife der Band: Mit dem verstärken der unheilvollen Stimmung lässt man sich alle Zeit der Welt und erschafft ein wahres Death-Doom Monster.

 Ein Sperrfeuer aus, Teer, Pech und Schwefel feuert  dann ‚Let The Purge Begin‘ aus den Boxen, gutturale Wucht am Mikro, Blast Beat und herrliche Gitarrenleads lassen eines der stärksten Death Metal Alben des Jahres bemerkenswert ausklingen. Hier stimmt alles, das neue Logo, das Artwork, die Musik und die Produktion, die schwedischen, britischen und finnischen Einflüsse sowieso!

9 Points. Erscheint über   Xtreem Music am 11.09.2019



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