Section: Reviews 43457Autor: Diggi
Datum: 20.08.2019
Bereich: Reviews

...es röhrt der Bo aus Dänemark....

Reveal Your Soul For The Dead

ILLDISPOSED

HORNELLA!

Die selbsternannten „schwulen Dänen“ sind mit einem neuen Album am Start und werden all diejenigen mehr als zufriedenstellen, die die Death Metal Walze erst seit 2004 mit dem Album „1-800 Vindication“ auf dem Schirm haben. Mit dem Langeisen hat die Band um Front Tieftöner Bo die eingeschlagene Stilistik bis heute weitestgehend beibehalten. Soll heißen: Wolkenkratzer hohe Breitwand Riffs, derber Groove, gerne auch mal giftig blastend, aber in der Majorität im mächtigen Midtempo gehalten. Je nach Feinjustierung des Sounds gab es dann auch mal mehr („1-800 Vindication“, „Burn Me Wicked“ und partiell auch „The Prestige“, d.Verf.) oder weniger Keyboard Flankierung.

Im Grunde sind alle Alben der dänischen Death Metal Institution absolut empfehlenswert, nur halt auch leicht berechenbar. Die Leistungskurve zeigt aber nicht nur aufgrund des gesünderen Lebensstils und geänderten Privatlebens kontinuierlich nach oben, sondern auch,weil man sich wie hier von Langzeitproduzent Tue Madsen verabschiedet hat und hier viel selbst in die Hand genommen hat. So donnern ‚To Sail You Away‘ sowas von finster und massiv durch die Boxen, das es einem wie ein Schlag in die Magengrube vorkommt. Die Herren knattern hier gewaltig los, Respekt! Mit ‚…For The Dead‘ haben ILLDISPOSED vielleicht sogar einen Cousin ihrer größten Hits (‚In Search Of Souls‘, Now We´re History‘, oder ‚Shine Crazy‘ und ‚Throw Your Bolts‘, d.Verf.) geboren. Das war überfällig. Der fette Groove, die plättenden Riffs, dazu das viehisch tiefe Organ von Bo… „Reveal Your Soul For The Dead“ kommt auch völlig ohne Bad Taste Humor aus, so wie es in der Vergangenheit immer mal wieder auf einem Album der Fall war. Man denke nur an ‚Ich Bin Verloren In Berlin‘… Aber auch das scheint ein Indikator für einen weitestgehend drogenfreien Alltag zu sein. Glückwunsch, ihr Dänen Hools! ‚Drink It All‘ ist demnach keine schnöde Sauf Nummer, sondern ebenfalls knüppliger Dänen Tod, makaber, hart, gnadenlos. Die letzten zwei Stücke können nicht ganz die erdrückende Klasse und Dichte halten, trotzdem reiht sich „Reveal Your Soul For The Dead“ als eine der guten Scheiben in den Backkatalog ein.  Die Hassbratze des Albums hört somit folgerichtig auf den Namen ‚‘With Hate‘ un montiert in unter drei Minuten die Murmel vom Hals!

8 Points.Erscheint am 23.08.2019 via Massacre Records.



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