Section: Reviews 43386Autor: Diggi
Datum: 06.08.2019
Bereich: Reviews

Auf dem Friedhof müsste auch mal wieder der Rasen gemäht werden..

Abhorrent Veneration

CARNAL TOMB

HORNELLA!

Irgendwann dürstet es mich nach rohem, frischen Death Metal und da sind besonders die einheimischen Spielmannszüge gerade verdammt prominent unterwegs. „Abhorrent Veneration“ von CARNAL TOMB ist so ein Vertreter, hier laufen die DNA Stränge von Morgoth, Torchure und Co zusammen und werden von Corpse Ripper und Cryptic Tormentor zu einem unheimlich toxischem Sekret endveredelt. Herrlich stumpf und im positiven Sinne sturr, stolpern und humpeln ‚Amid The Graves‘ oder das von einem herrlich stimmungsvoll 80er Jahre artigen Splatter Soundtrack eingeleitete ‚Putrid Fumes‘ durch die Tür des heimischen Folterkellers. Die endgeile Gitarrenmelodie jagt einem echt Schauer über den Rücken.

Tobias Engl hat als Produzent mal wieder beste Arbeit geleistet, dazu gesellte sich Laurent Teubl in Sachen Mastering. Echte Szenekoryphäen, die hier einem Jahreshochlicht in Sachen gutturalem alte Schule Death Metal zu noch mehr Glanz verhelfen! Die Stücke sind alle mit unheimlich viel Liebe zum Detail ausarrangiert, fast schon nerdig ausgekleidet mit dem Besten, was ein Old School Death Metal Album braucht. Atmosphäre, Gruftmief und einen abartigen Grundtenor. Musikalisch tut sich gerade bei den Gitarrenmelodien einiges; ‚Ahorrent Veneration‘ ist eine Offenbarung an der Schnittmenge zum Doom Death Metal. Ein Stück, welches ‚Cryptic Nebula‘ heißt, das muss ein Klimax in Sachen Unterhaltung für ganz verfaulte Ghouls sein..und genau so kommt es dann auch! Für das geile Sample zu Beginn von ‚Sepulchral Descent‘ möchte ich fast schon persönlich ein Dankestelegramm mit Schleife gen Berlin entsenden. CARNAL TOMB grooven, Sie rödeln, Sie röcheln, Sie hacken alles nieder. So klingt ein fast perfektes, echtes Death Metal Album.

9 Points. Erschienen über Testimony Records.



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