Section: Reviews 43373Autor: Diggi
Datum: 03.08.2019
Bereich: Reviews

Rumpel Di Pumpel... Weg war der Kumpel....

Enter The Endless Abyss

VIGILANCE

HORNELLA!

VIGILANCE haben sich in einer lauen Walpurgisnacht anno 2010 gegründet,  seitdem ziehen die ruhelosen Slowenen umher, u.a. auf echten Festivals wie dem Raging Death in Germoney oder dem Heavy Sound Festival. Dying Victims Productions mausert sich immer mehr zu einem veritablen und verlässlichen Niveau Gradmesser, wenn es um traditionellen, echten Metal jedweder Spielart geht.

"Enter The Endless Abyss" als Titel ist im Zusammenspiel mit dem stimmungsvollen Artwork natürlich Szene Code Galore und macht klar, wo die Nieten Banger stehen. Jenseits des Mainstream Hirntods, jenseits des völlig enthemmten Discounter Rocker Daseins. 'Stormblade' startet beschwingt im Twin Guitar Modus und verbindet juvenile Maiden mit der sinistren Ausstrahlung von Mercyful Fate, übrigens findet sich gerade in diversen Tempi Wechseln sehr viel von den aktuell wiedervereinigten Dänen wieder. Welch ein Diktum! Es finden sich auf diesem rohen, aber druckvoll produzierten Langdreher auch Stücke die auf slowenisch dargeboten werden, so wie z.B. das an In Solitude (sic!) erinnernde 'Crni Kolovrat' 07:32 Minuten absoluter Funkenflug! Gitarrist und Sänger Gilian hat ein herrliches Strassenköter Organ, welches sich auch wunderbar regulativ bei einer Tank Coverband machen würde.

VIGILANCE kombinieren herrlich überbordende Faszination für 80er Jahre Metal mit okkultem Duktus, hämmern das nicht seelenlos runter, oder ergehen sich in Plagiatismus, sondern lassen Hingabe und Herzblut sprechen! 'Blood And Black Lace' ist instrumental eine Hommage an Come To The Sabbath von einer bereits erwähnten Band. Man könnte bei diesem Opener meinen, das das leicht schiefe Drumming im weiteren Verlauf in ein Vabanquespiel münden könnte.... Nein, alles wird gut!

Der prominent eingesetzte Bass zu Beginn von 'The Return Of The Savage' lässt ganz verwegene Banger an den ein oder anderen Studio 54 Beat denken, aber dann wird das Gaspedal durchgedrückt und einer der wenigen Speedster von der rostigen Kette gelassen (Hui Buh war und ist Metal! d.Verf.) 'Dvoglava Kaca' wird von einer gleichfalls schmuddeligen wie auch dolorös vermisst klingenden Orgel eingeleitet, herrlich! 'Night Raid' könnte obgleich seines sublimen Charakters eine KIT oder HOA Hymne der Zukunft werden!

VIGILANCE muss man einfach weiter im Auge behalten, diese Scheibe hier ist ein knattergeiles Statement für Heavy Metal. Wohlgemerkt: Für Heavy Metal.

8 Points. Erschienen über Dying Victims Productions.



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