Section: Reviews 43348Autor: Diggi
Datum: 30.07.2019
Bereich: Reviews

Die Münchner Melancholie Rocker sind wieder zurück!

Bleeding The Stars

LACRIMAS PROFUNDERE

HORNELLA!

Wow! Das LACRIMAS PROFUNDERE mit neuem Line-Up eine so in sich ruhende, stimmige Scheibe veröffentlichen würden, damit hätte nicht jeder gerechnet. Edelst-tiefschwarz schimmernde Goth-Doom Eleganz strahlen die neuen Stücke aus. 'Like Screams In Empty Hall' verheiratet dieses süßliche Gift sogar mit einer epischen Cinemascope Brillianz, wie es z.B. die Farmer Boys drauf haben (Hallo Jungs! d.Verf.)....Dieser Refrain, zum dahinschmelzen.

'Father Of Fate' startet flott und erinnert an die Symbol Of Life Phase von Paradies Lost. Überhaupt haben die Münchner sich als gleichwertige Chamäleons in der Vergangenheit erwiesen, 1993 sind die Mucker ebenfalls als Death Doom Metal Band gestartet und haben fortan ihren Sound immer wieder verändert, ausgebaut, neu justiert. Mit "Bleeding The Stars" geht man nicht zum Alpha zurück, wagt aber einen selbstbewussten Blick zu den Anfängen, kombiniert mit dem Wissen von Heute. 'The Kingdom Solicitude' ist wohl das prominenteste Beispiel für diese Herangehensweise. 

Ganz wunderbar ist der enorm wandelbare Gesang von Julian Larre geraten, der mal narrativ unterkühlt wie der Sänger der Electro EBM Band Covenant traumhaft sonor klingt, im nächsten Moment aber auch die Krallen ausfährt und absolut Metal ist. LACRIMAS PROFUNDERE haben mit 'The Reaper' dann sogar noch einen Song im Handgepäck der allen Hörern, die ihre Adoleszenz auch mit dem Musikfernsehen verbinden einen wohligen Schauer über den Rücken jagen wird. Was für eine Empathie Handgranate! 

Gestaltet sich der Anfang des Albums tatsächlich sehr Doom-Gothic-like, besonders 'I Knew And Will Forever Know' lassen die Bajuwaren im letzten Drittel dann aber auch mal den Pop Charme spielen, ohne allerdings wie Abziehbilder zu wirken.

"Bleeding The Stars" ist ein starkes Statement, die Stücke - ganz besonders die schwermütigen Vertretet - werden zukünftige Konzerte nur bereichern. Neben "Songs For The Last View" für euren Rezensenten das bisher beste Album der Band.

8 Points. Erschienen über Steamhammer/Oblivion/SPV



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