Section: Reviews 43307Autor: Diggi
Datum: 23.07.2019
Bereich: Reviews

..alles andere als Schicht im Schacht....

Endgame

MEGADETH

HORNELLA!

Weiter geht es im Zuge der BMG Wiederveröffentlichungsserie in Sachen MEGADETH mit dem Album Nummer 12, „Endgame“. Eine Scheibe, die bei den MEGADETH Fans eine hohe Wertschätzung genießt, aufgrund des grandiosen Beginns auch völlig zu recht. ‚Dialectic Chaos‘ agiert als Cousin zu ‚Into The Lungs Of Hell‘, ein Instrumentaler Beginn, der aufhorchen lässt und direkt in den knackig-offensiven Thrasher ‚This Day We Fight!‘ mündet. Das hat gesessen, auch wenn mit ‚44 Minutes‘ einen Gang runter geschaltet wird, überzeugt die düstere Schilderung eines  intensiven Schusswechsels und fesselt den Hörer, der Chorus (..."Baptized in Firefight....) geht einem so schnell nicht aus dem Kopf.

Direkt im Anschluß lässt Dave Mustaine wieder den Geschwindigkeitsfanatiker in Sachen Motorsport aus sich heraus und lässt die Fans beim kongenial gerifften Speedster ‚1,320‘‘ frei drehen. Der Beginn erinnert aufgrund des frickelig-verjazzten Einstieg sogar an das ikonenhafte Debüt der Band. Huch, wir sind schon bei Song Nummer 4? Ja, „Endgame“ startet rasant und gilt bei vielen Deth-Bangern als das – bis jetzt – stärkste MEGADETH Album in der jüngsten Vergangenheit. Aber auch „Endgame“ hat die selben Schwachstellen wie eigentlich jedes Album nach dem Neustart in Form von „The World Needs A Hero“. Es finden sich auch hier in Form von z.B. ‚Bodies‘ oder ‚The Hardest Part Of Letting Go…Sealed With A Kiss‘ und auch ‚How The Story Ends‘ eher beliebig vor sich hin schwurbelnde Alibi Stücke. Dem gegenüber  steht aber der Volllbut Thrasher ‚Headcrusher‘ mit absoluten Weltklasse Licks und das Titelstück 'Endgame', bei diesen Nummern stellt Herr Mustaine wieder unter Beweis, das Er zu den besten Metal Gitarristen der Welt gehört. Was der Mann da teilweise an verschachtelt wirkenden Solis und Leads so lässig in den Ring wirft ist atemberaubend. Warum gerade diese beiden Stück Live überhaupt nicht mehr berücksichtigt werden, ist schwer nachvollziehbar. Immerhin wurde 'Headcrusher' im Zuge der The Big 4 Shows regelmäßig präsentiert.

Auf dieser Wiederveröffentlichung findet sich eine unheimlich tight gespielte Live Version von 'Washington Is Next'. Sehr bissig! "Endgame" wird nun nach 13 Jahren auch wieder zu Vinyl Ehren kommen, schöne Überleitung, denn als nächstes steht ja noch "Thirt3en" als vorerst letzte Wiederveröffentlichung an. Saitenhexer Chris Broderick gab auf "Endgame" übrigens seinen Einstand, knapp Vier Jahre später musste auch Er wieder die Segel streichen....

"Endgame" ist um gleich mehrere Jota stärker als "United Abominations" und stellt auch endlich wieder mehr die Kernkompetenz der Band, spielerisch hochwertigen und versierten Thrash Metal in den Fokus.

Erscheint am 26.07.2019 via BMG



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