Section: Reviews 43238Autor: Fetzer
Datum: 08.07.2019
Bereich: Reviews

Tolles Old School Heavy Metal Album

Brotherhood Of Metal

THE RODS

Mit The Rods meldet sich eine US-amerikanische Underground-Legende des Heavy Metal zurück. David „Rock“ Feinstein(Gitarre, Gesang), Carl Canedy(Schlagzeug) und Garry Bordonaro(Bass) sorgten mit Alben wie Rock Hard, Wild Dogs und Let Them Eat Metal schon Anfang der 80er für Furore und hätten mit solch starken Alben, die ich zu den Klassikern des Heavy Metal zähle, wahrlich mehr Erfolg verdient gehabt. Ende der 80er lösten sie sich auf und feierten im Jahre 2011 ein Comeback mit einem starken Werk namens Vengeance.

Nun steht ein neues Album der Veteranen an, welches im Juni 2019 über Steamhammer/SPV veröffentlicht wurde. Sie haben nichts verlernt, im Gegenteil, der typische Rods-Sound knallt unglaublich frisch aus den Boxen. Knackiger Hard Rock, Old School Heavy Metal, Biker-Hymnen von Leuten denen man es anhört, dass sie ihre Mucke lieben. Der erste Song 'Brotherhood Of Metal', welcher auch gleichzeitig der Namensgeber für das ganze Album ist, beschreibt diese Liebe zum Metal. Ein coole Midtempo-Hymne, die nicht nur aufgrund der Lyrics auch gut zu Manowar passen würde.

Apropos Manowar. Drummer Carl Canedy spielte 1981 das erste Demo der Kings Of Metal ein, also noch vor Battle Hymns, der ersten offiziellen Veröffentlichung. Wo wir gerade bei solchen Dingen sind. David Feinstein ist ein Cousin von Ronnie James Dio(R.I.P) unserem kleinen Metalgott und spielte mit ihm zusammen bei Elf. Und den Song 'Louder Than Loud' könnte ich mir auch auf einem Dio Album gut vorstellen. Ansonsten klingt man halt wie The Rods oder erinnert auch schonmal an Saxon oder Anvil und das Ganze wird mit einer großen Spielfreude dargeboten, die man bei manch jüngerer Kapelle vergeblich sucht.

Außerdem haben wir es mit echten Könnern an ihren Instrumenten zu tun. Von Carl am Schlagzeug bin ich regelrecht begeistert und als absoluter Manowar Fan wäre ich nicht traurig, wenn Carl nochmal dort einsteigen würde, denn Manowar tauschten ihren Drummer in letzter Zeit ja des öfteren aus. So würde auf dieser Position endlich mal Ruhe einkehren und sie hätten einen alten Bekannten in ihren Reihen.

Zurück zu 'Brotherhood Of Metal', welches wirklich eine starke Scheibe der alten Machart ist. Old School aber nicht angestaubt. 'Tonight We Ride' zum Beispiel ist eine tolle groovende Biker-Hymne. Der Song '1982' erinnert nicht nur textlich an gute alte Zeiten und Bands wie Motörhead. Lobte ich gerade Carl am Schlagzeug, so muß ich auch das Gitarrenspiel von David lobend erwähnen, der einige schöne Solis am Start hat und auch der Bass von Garry pumpt ordentlich. Vor allem hört man den Bass, was heutzutage ja nicht immer üblich ist. Old School eben.

Das Album lebt auch durch seine tollen Hooks und es bleibt einiges im Kopf hängen. Kurzum, die 11 Songs die hier geboten werden machen von vorne bis hinten einen riesigen Spaß und deshalb kann ich dieses Werk allen Metalheads nur empfehlen. Mein Lieblingsstück ist übrigens das unheimlich gut nach vorne gehende 'Tyrant King', welches ich neben den bereits erwähnten Songs als Anspieltipp nahelege.

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