Section: Reviews 42923Autor: Fetzer
Datum: 14.05.2019
Bereich: Reviews

Die doomen die Dänen

The Seven Spirits

ALTAR OF OBLIVION

Die dänischen Doom Metaller Altar Of Oblivion haben vor wenigen Tagen ihren dritten Longplayer 'The Seven Spirits' über Shadow Kingdom Records veröffentlicht. Fans der Truppe werden sagen, dass dies aber auch Zeit wurde, da das letzte Album im Jahre 2012 herauskam. 2016 erschien zwischenzeitlich noch eine EP. Sicherlich ist es Doom Metal der Marke Candlemass und Solitude Aeturnus, den die Dänen hier präsentieren, der auch ähnlich episch dargeboten wird, mit herrlichen Gitarrenmelodien, schweren Riffs und einer erhabenen bis dunklen Grundstimmung. Aber gelegentlich geht man auch schon mal schneller zu Werke, setzt dezent Keyboards ein, welche die düstere Atmosphäre unterstreichen und vor allem Sänger Mik Mentor macht die Jungs von ähnlich gelagerten Kapellen unterscheidbar. Denn dieser setzt seine Stimme in eine Art Gothic-Metal-Stil ein, an den ich mich erst einmal gewöhnen musste, der aber nach einiger Zeit durchaus zu gefallen weiß.

'The Seven Spirits' enthält 7 Songs bei einer Laufzeit von 40 Minuten und überzeugt vor allem durch die Gesamtatmosphäre und Stimmung. Dennoch möchte ich die drei längsten Tracks etwas hervorheben, nämlich 'Solemn Messiah', 'Gathering At The Wake' und den Rausschmeisser 'Grand Gesture Of Defiance'. Diese pendeln sich zeitlich zwischen sechs und siebeneinhalb Minuten ein und die schönen Gitarrenmelodien und die epische Seite kommen hier besonders gut zum Tragen. Aber auch der Wechsel zwischen Doom Metal und purem Heavy Metal gefällt mir bei diesen Songs sehr gut. Thematisch befasst man sich viel mit der Bibel. Denn the seven spirits, also die sieben Geister, erscheinen viermal im Buch der Offenbarung( Neues Testament). Jesus diktiert sieben Briefe an den Apostel Johannes, welche dieser an die sieben Kirchen senden soll. Es handelt sich sogar um ein halbes Konzeptalbum.

Nachdem ich das Album inzwischen noch einmal gehört habe, revidiere ich meine Meinung ein wenig und ernenne den Song 'Language Of The Dead' zu meinem Lieblingstrack, der natürlich auch die positiven Elemente der zuvor genannten Lieder enthält und durch einen geheimnisvoll gesprochenen Satz einer Dame eingeleitet wird. Irgendwie erinnern mich die Gitarren hier an Pagan Altar. Da auch die Produktion gefällt und man die Leidenschaft der Jungs für ihre Musik heraushören kann, nehme ich beide Daumen nach oben.

 

http://shadowkingdomrecords.bandcamp.com/album/the-seven-spirits

https://www.facebook.com/altarofoblivion/

 

 



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