Section: Reviews 42765Autor: Diggi
Datum: 14.04.2019
Bereich: Reviews

Tulpentod....Oh Tulpentod....

Merciless Savagery

ANTROPOMORPHIA

HORNELLA!

Bandboss Ferry Damen bleibt auf Kurs und hält seine Fans mehr als bei der Stange. "Merciless Savagery" zeigt mittlerweile eine Band mit eigenem Stallgeruch und Modus Operandi. Absoluter atmosphärischer Höhepunkt: 'Luciferian Tempest' mit einem atemberaubenden Gastauftritt von Farida Lemouchi! Der Stil der Band wirkt auf "Merciless Savagery" endlich "ausgewachsen", so adult wie hier hat die Band noch nie geklungen. Auch wenn 'The Darkest Light' als Titel die Ambivalenz in Tüten zu dem fast beschwingt wirkenden Gitarrenmotiv erscheint. Das sollte zu denken geben: Denn auch dieses Stück ist Death Metal in höchster Perfektion. tiefes Growling, beklemmende Stimmung, aber trotzdem wirkt der Track im Gegensatz zu dem Rest des Albums wie ein kollektives Aufatmen!

Doch der Reihe nach, denn gestartet wird die Scheibe mit dem Titelstück im griffigen Singleformat und wirkt zunächst einmal nur OK. Das Tremolo Picking verleiht dem Stück einen dezenten Black Metal Einschlag. Dann wird man aber direkt mit der Wucht der unheilbringenden Midtempo Walze von ANTROPOMORPHIA in Form von 'Requiem Diabolica' getrofffen. Hier wechseln sich kontrastierender Blast mit kriechendem Wehklagen ab. Tolle Lead Gitarre auch! 'Womb Ov Thorns' ist dann wieder eine rasende Melange aus Death und Black Metal Zeitgeist. Krass und stark. Die typisch klaustrophobisch kranke Note der Band wird mit dem 6 Minüter 'Cathedral Ov Tombs' ausgelebt. Das können so packend nur wenige Bands, der behebige Ritt auf der Rasierklinge macht irre! 

'Unsettling Voices' macht als künftiger Live Rausschmeisse sicherlich auch eine gute Figur, steigert sich die Nummer doch im Septic Flesh Segment ohne Bombast immer weiter! Die Duoblebass fegt dann alles hinfort. 

"Merciless Savagery" ist hochwertiges Kraftfutter für alle denen verhuschte Kapuzen Ghouls zu überkandidelt rüberkommen und Amon Amarth zu sehr die Massen bedienen. Hier schließen ANTROPOMORPHIA gekonnt die Lücke!

8 Points. Erschienen über Metal Blade Records. 



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