Section: Reviews 42716Autor: Diggi
Datum: 11.04.2019
Bereich: Reviews

Eine Machtdemonstration....

Cloud Collider

KETZER

HORNELLA!

Als zuletzt der Fc Bayern die Dortmunder mit 5:0 rasierte, da sprach die Sportjournaille von einer Machtdemonstration. Nun kann man Siegeswillen,mentale Stärke und Tagesform auch für den Musikkosmos zwar nicht 1:1 anwenden und übertragen, aber immerhin ein wenig. "Cloud Collider" ist das Album von KETZER, welches als Benchmark ihres Schaffens in die Metal Geschichtsbücher eingehen wird. Rasender, manischer, tiefer als wie beim Titelstück haben die Rheinländer nie - auch nicht auf dem Fabeldebüt aus 2009 - geklungen. Das anschließende kurze Wolkenbruch Outro, welches an das instumentale Interludium 'Forever Death' anschließt und zu Beginn an die Wechselbälger von Tribulation erinnert wirkt da fast wie eine Erlösung. Wahnsinn!

Auch der Beginn gestaltet sich mit dem meisterlich getexteten 'Keine Angst' unheimlich intensiv, vom Grundduktus her kantig, hart, präsentieren sich KETZER als "in sich angekommen" und unglaublich selbstbewusst. Viel "Endzeit Metropolis" schwingt hier mit, 'The Wind Brings Them Horses' geht dann einen halben Schritt zum "Starless" Album. Manisches Gesangs Stakkato, zurückgenommenes Tempo. Ein Stück welches sich dann plötzlich in einer Blastbeat Kakaphonie "ergiesst". 

Die Verstärker voll auf, die Gitarren fiepen, 'No Stories Left' poltert los und schüttelt den Hörer mächtig durch, vielleicht die eindringlichste Gesangsleistung von Gerrit! Heftig.

Der Vorgänger "Starless" der sicherlich auch aufgrund der damals stattfindenen gemeinsamen Tournee mit Venenum und Tribulation so völlgi befreit von allem Metal Paddock Denken geklungen hat, war enorm wichtig. Das KETZER damit ihr Sister Album (...das Abschieds In Solitude Manifest...d.Verf.) geschrieben haben, welches traumwandlerisch sicher Goth Rock, Wave, Freigeist, ja teilweise Dadaismus im Extreme Metal Gewand offerierte, lässt nun dieses Meisterwerk in Form von "Cloud Collider" zu. Ein Album welches mit jedem Song ein Freuenfest feiert, auch 'This Knive Won t Stay Clean Today' klingt immer marginal anders, lässt wieder mehr schwelgerische Momente zu, allerdings parallel zum wütenden Grundtenor des Songs. KETZER lassen perkussive und verschachtelte Drumfiguren bei '(The Taste of) Rust And Bone' zu dem zentralen Stückauf "Cloud Collider" "eskalieren". Hier findet alles statt wofür KETZER in ihrem künsterlischen Anspruch seit 2009 stehen. Schwarzer Thrash, Black Metal, Melodie, teilweise sogar klassischer Heavy Metal, gepaart mit der bandeigenen Avantgarde.

Ein surrealer Schluss, ein bedrohliches Farbenspiel am Himmel am frühen Abend ist 'Light Dies Last'. Besser, mitreissender, kann man dieses überwältigend starke Album nicht beschließen. KETZER sind am 12.04. mit Slaegt im Helvete zu Oberhausen, um dieses Prachtsütck zu feiern. Wir sehen uns!

10 Poiints. Erscheint am 12.04.2019 via Metal Blade Records.



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