Section: Reviews 42698Autor: Diggi
Datum: 04.04.2019
Bereich: Reviews

...alte Bekannte....

Beyond The Void

IRON FIRE

HORNELLA!

Ach herrlich, kennen das nur Metaller, das Gefühl,wenn man eine Scheibe ein oder auflegt und man binnen kürzester Zeit "im Album ist", man ist sich sicher, hier ein Juwel für die eigene Sammlung freigeschaufelt zu haben... So ergeht es mir mit "Beyond The Void". IRON FIRE hatte ich immer als gute Euro Power Metal Band im Gedächtnins, zuletzt hatte ich glaube ich 2007 eine Scheibe zur Rezension vorliegen.

Die Evolution die die Dänen bis hierhin durchgemacht haben, ist unglaublich! "Beyond The Void" hat direkt Assoziationen zu den schmerzlich vermissten Morgana Lefay geweckt.Bassist und Sänger Martin Steene erinnert öfter mal an Charles von Morgana Lefay... Aber das IRON FIRE gleich mehrer Doppelzentner an Wucht und Tiefe zugelegt haben.....Unglaublich stark, weil in dieser Vehemenz so nicht erwartet, donnern 'Beyond The Void' und 'Final Warning' aus den Boxen und sorgen auch leider für den einzigen Kritikpunkt: Die Produktion von Tue Madsen ist eine typische Ant Farm Produktion, d.h. das die Drums ziemlich undifferenziert und dumpf "klöppeln". Das ist einfach nur ärgerlich, Herr Madsen kann es auch besser, aber mit dem Grundcharakter seiner Produktionen muss man klar kommen.

'Cold Chains Of The North' ist ein herrlicher, rauh-melodischer Banger im flotten Aufgalopp, hier gehen IRON FIRE ein wenig zurück zu den Anfängen, brillieren aber auch hier mit Weltklasse Refrain und wunderbarer Gitarrenarbeit. 'Wrong Turn' wagt sich sogar in melodische Thrash Metal meets Power Metal Gefilde vor.

"Beyond The Fire" ist keine bierseelige Schunkelveranstaltung, IRON FIRE plätten hier einfach alles und pfeifen auf Erwartungshaltungen, wer Lemming-Mitsing Metal will, der muss zu Powerwolf oder Edguy, Sabaton und Co! Das düstere, schleppende 'Bones And Gasoline' macht dann endgültig klar, das IRON FIRE hier mit dem neunten (!) Album ihrer Karriere den Zenit erreicht haben. Langlebigkeit galore! Titel der Scheibe ist sicherlich 'Old Habits Die Hard', ein pfeilschneller Riffer, der Moderne und Tradition un Perfektion verbindet. 'One More Bullet' agiert in ähnlichen Härtegraden und hält das Niveau hoch!

Auch das Artwork ist meisterlich detailverliebt und spielt mit den urbanen menschlichen Urängsten...

IRON FIRE sind mit diesem Album auf Augenhöhe mit den Landsmännern von Artillery unterwegs und sollten schnellstens von Euch entdeckt werden!

9 Points. Erschienen über Crime Records. 



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