Section: Reviews 42593Autor: Fetzer
Datum: 22.03.2019
Bereich: Reviews

Melodischer Metal aus Rumänien

Hot’n’Heavy

Scarlet Aura

Scarlet Aura? Da war doch was. Ja, jetzt erinnere ich mich. Im März letzten Jahres veröffentlichte diese Truppe aus Rumänien ein Coveralbum namens 'Memories'. Dies war gleichzeitig eines der ersten Reviews, welches ich für Heavy-Metal.de geschrieben habe. Die Band coverte damals Songs von Doro, Blind Guardian, Europe, Iron Maiden, Judas Priest, Dio und noch einigen anderen Größen. Das Album fand ich nicht schlecht, hat mich aber nicht vom Hocker gerissen, da ich generell mit reinen Coveralben so meine Probleme habe. Da ich die Stimme von Sängerin Aura damals schon recht interessant fand, recherchierte ich ein wenig und bin dann im Netz auf eigenes Material der Band gestossen, welches mir direkt wesentlich besser gefiel.

Mit eigenem und vor allem neuen Material haben wir es auch zu tun, wenn Scarlet Aura am 22.März 2019 ihr drittes Album 'Hot'n'Heavy' herausbringen(das Coveralbum nicht mitgerechnet). Und ich muss sagen, ich bin ziemlich überrascht, denn was hier aus den Boxen tönt ist wesentlich heavier als das, was ich bisher von dieser Band kannte. Den Gesang habe ich ja damals schon als gut befunden, aber was ich hier von Aura höre begeistert mich regelrecht. Durch diese Gesangsleistung gelangt sie für mich direkt in den Kreis der Top-Heavy-Metal-Sängerinnen. Ihre raue Stimme erinnert ein wenig an Bonnie Tyler, aber sie kann es auch sanfter. Musikalisch deckt man die Bereiche Hard Rock, Melodic Metal und Heavy Metal ab, agiert sehr solide, bewegt sich meist im Midtempobereich und hat durchaus Songs am Start, die hängen bleiben und auch einige mitsingbare Hymnen.

Eine davon ist direkt der Opener(nach dem Intro) 'Hail To You'. Ein ziemlich geiler Stampfer, der live sicherlich sehr gut ankommen wird, vor allem auch durch Textzeilen wie „We stand united, united we stand,Hail To You,Brothers and Sisters“. Nicht sehr originell, aber immer wieder schön und spricht mich als Manowar Fan sowieso an. Das nächste Stück 'In The Name Of My Pain' beginnt mit Piano und gefühlvollem Gesang, entwickelt sich aber schnell zu einem coolen, flotten Uptempo Stück mit eingängigem Refrain. Symphonische Elemente werden auch schonmal mit in die Mucke eingebaut, man übertreibt es aber nicht damit. Der Titelsong kommt sehr groovig und heavy daher und weiss auch zu gefallen. Von der gefühlvollen Seite zeigt man sich bei der Powerballade 'Fallin' To Pieces'. Mit dieser guten Mischung agiert man auf dem gesamten Album, welches insgesamt 12 Stücke umfasst. Einen schlechten Song kann ich weit und breit nicht ausmachen, auch wenn ich die Produktion ein wenig bemängeln muss, die ein bisschen mehr Druck gut hätte vertragen können. Man bietet der Musikwelt natürlich keine spektakulären Neuerungen, aber dafür Mucke die Spaß macht. Und zur Not holt Aura mit ihrer tollen Stimme die Kastanien aus dem Feuer.

Im Netz findet ihr unter anderem einen Videoclip des Songs 'Hail To you'. Da könnt ihr euch auf jeden Fall einen guten Eindruck verschaffen. Ich bin jedenfalls vor allem durch die neue Heavyness der Truppe angenehm überrascht worden und empfehle somit das Album weiter.

https://www.facebook.com/scarletaura/



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