Section: Reviews 42499Autor: Diggi
Datum: 08.03.2019
Bereich: Reviews

Thrash....Altenessen....

Anonymous Souls

MANIFESTIC

HORNELLA!

Verdammte Axt, dieses Album lässt mich seit Wochen nicht mehr los und offenbart immer wieder neue Facetten! Nein, ich kehre hier nicht unter den Tisch das Jerome Reil am Schlagzeug sitzt und auch mal den Gesang übernimmt (und dabei unheimlich an seinen Vater erinnert...d.Verf.), aber das alleine sollte MANIFESTIC nicht ausmachen.

Die Jungs hier zelebrieren eine unglaublich intensive Mischung aus Thrash, Speed, Tech Thrash und Kauz Metal. 'Time Will Collapse' könnte nicht nur aufgrund des Titels den ein oder anderen Vektor Fan glücklich machen, je öfte man die Nummer hört, gerade im letzten Drittel des Stückes, fühlt man die Nähe zu der Kultband! Kurze Abrissbirnen wie 'Spiritual Abyss' beginnen wie Iron Maiden anno 1979 meets Kublai Khan meets uralte Coroner! Wohlgemerkt: Das bekommen MANIFESTIC in knapp 2 Minuten auf die Kette! 'Silicon War' grüsst Underground Helden aus der dritten Reihe wie Grinder, immer wieder laufen im Subtext Kreator mit, allerdings ganz klar was das Selbstverständnis um die 80er Jahre betraf. 

Spieltechnisch lassen es MANIFESTIC richtig frei laufen und trauen sich an einiges heran ohne sich zu blamieren. Ein Stück wie 'Code Of Silence' mit seinem Strassenrock Charme zu Beginn, welcher sich über die offenen Akkorde mitteilt, nur um dann in einen wilden Thrasher zu münden, verlangt Respekt ab. Mit diesem Album spielen sich MANIFESTIC aus dem Stand mit an die Spitze der einheimischen Thrash Metal Newcomer. Nur, das hier auf "Anonymous Souls" soviel mehr als Thrash Metal  mit HiTop Patina geboten wird!

Der Entdecker wird im Metaller geweckt und ich fühle mich fast 30 Jahre jünger.... 'Poisoned Waters' ist ein adultes Derivat aus Dark Angel und Forbidden Großtaten, was hier musikalisch abgeht ist einfach nur der Hammer, diese Virtousität.....

Haben wir schon über den Dosenöffner und Titelsong gesprochen? Spacig-kurzes Intro, dann Voivod Duktus, dann Kickdrum Angriff, darauf folgt alte Schule Riff-Seeligkeit. Trotzdem möchte ich hier klarstellen: MANIFESTIC machen hier keine Kulturpessimisten Party. Checkt dieses Album, in meiner Jahresbestenliste wird es sicherlich auftauchen!

9 Points. Erscheint am 29.03.2019 via Punishmet 18 Records.



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