Section: Reviews 42417Autor: Fetzer
Datum: 26.02.2019
Bereich: Reviews

Thrash Metal aus dem hohen Norden

Deal With It

REZET

REZET aus dem hohen Norden Deutschlands kannte ich bisher noch nicht, dennoch stellen sie ihr bereits viertes Album zur Debatte. Dieses schimpft sich 'Deal With It' und wurde am 22.02.2019 via Metalville Records veröffentlicht. Bisher spielten sie wohl lupenreinen Thrash-Metal und auch die Texte auf früheren Alben waren noch arg klischeehaft. Die Lyrics auf dem neuen Werk haben mehr Tiefe, sind persönlicher und so sozialkritisch wie nie zuvor. Musikalisch sind sie jedenfalls immer noch auf dem Thrash-Metal-Trip der Marke Megadeth, Testament, Annihilator, fügen diesem allerdings einiges aus dem klassischem Metal hinzu.

Los geht es mit einem Akustik-Intro, gefolgt von zwei astreinen, typischen Thrash-Nummern, von denen der Titelsong besonders gut in die Gehörgänge geht. Bis hierhin kann man also noch keine großen Veränderungen vermuten, doch das ändert sich mit 'No Plan B', ein Song der beweist, dass sie Plan B eben doch in der Tasche haben. Eine Speed-Metal-Granate mit melodischem Refrain und pfeilschnellen Solis, die mir sehr gut gefällt. Dieses Tempo fehlt 'Thunder Raiders', dafür groovt und knallt diese Nummer sehr gut und bringt weitere Abwechslung. Das nächste Stück 'Alone' ist gar eine Ballade, die aber einen gewissen Härtegrad vorweist, völlig unkitschig ist und die man sich von daher problemlos anhören kann.

Ab jetzt geht es wieder voll auf die Zwölf. Zunächst mit 'Chaos In My Mind', welches Groove, Thrash und Speed miteinander verbindet. Erinnert mich irgendwie an Annihilator und ist mein Lieblingsstück auf dem Album. 'MDPV' ist zwar wieder mehr ein lupenreiner Thrasher, aber überzeugt mich ebenso. Das einzige Stück, welches bei mir musikalisch nicht richtig zündet, ist der Stampfer 'Dead Or White'. Dafür geht die Band hier dem Bedürfnis nach, ein antifaschistisches Stück zu bringen, erklärt Gitarrist und Sänger Richard „Ricky“ Wagner.

Zum Gesang sagte ich bisher noch nichts. Ihr kennt sicherlich die Annihilator-Klassiker Never, Neverland und Set The World On Fire. Nun, hätte Jeff Waters zwischen diesen Klassikern noch ein Album produziert und dafür einen Sänger gesucht, hätte dieser genauso klingen können wie „Ricky“ Wagner. Beendet wird 'Deal With It' mit dem rasanten Speed/Thrash-Geschoss 'Spiral Down' und dem Instrumental 'Pile Of Shards'. Letzteres vereint nochmal alle bisherigen Facetten, nämlich Speed, Melodie, Groove und Thrash und ist ein würdiger Rausschmeisser eines sehr starken Albums. Aufgenommen wurde übrigens in den Hamburger Chameleon Studios, deren Betreiber Eike Freese praktisch als fünftes Bandmitglied fungiert. Deal With It !

https://www.facebook.com/rezetband/

 

 



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