Section: Reviews 42412Autor: Diggi
Datum: 26.02.2019
Bereich: Reviews

Bombast Power Metal aus Melbourne....

Let The Show Go On

HORIZONS EDGE

HORNELLA!

"Let The Show Go On" ist jetzt nicht unbedingt ein schmissiger Titel für das zweite Album der Australier/innen, aber gut.... dafür offeriert das Titelstück alles was Sonata Arctica, Helloween, Gamma Ray oder Pagan Mind Fans unbedingt brauchen: Viel Pathos, viel Staffage und überhaupt von allem ein bisserl mehr. Natürlich sollte man Watain Jünger jetzt nicht unbedingt mit HORIZON EDGE um die Ecke kommen, aber wenn man hier mal völlig objektiv an das Album heran geht, dann muss man der Band ganz klar eine verdammt profunde Darbietung konstatieren. Einzig: Kat Sproules Organ ist dermaßen maskulin, das man hier ehrlich gesagt zu keiner Sekunde eine Sängerin vermuten würde.... Das ist hier sicherlich nicht dispektierlich gemeint, aber auf jeden Fall irritierend.

Manchmal wird es mit der Zuckerwatte Achterbahn wie bei 'Use Me' etwas übertrieben und die Keyboards haben auf "Let The Show Go On" sicherlich die gleiche Daseinsberechtigung wie die Klampfen, die übrigens heir für erstklassige Soli sorgen, aber das gehört wohl zu diesem Sujet....wie vielleicht die schwer zu ertragende Coverversion von 'Holding Out For A Hero'... Im Original kongenial von Bonnie Tyler intoniert..... hier fragt man sich, wo die Grenze zwischen absolutem Zuckerschock Metal und Schützenfest-Gaudi liegt....

Bei dem balladesken 'In Your Eyes' lässt Sängerin Kat dann auch mal ein wenig realxter die Stimmbänder vibrieren und völlig überraschend stellt man fest, das man es aufgrund der Phonetik dann tatsächlich mit einer Sängerin zu tun hat. Auch der "Härtepeak" der Scheibe; 'Demons' klingt dann doch irgendwie gelassener und entspannter. Trotz Doublebass. Übrigens: Die Drums sind ärgerlicherweise völlig tot-editiert und klöppeln im Schulterpolster-Kosmos des 80er Jahre Radio Pop nervig vor sich hin... Nein, das hat dann wenig mit Metal im ursprünglichen Sinne zu tun.

Dezenter Melo-Prog Funkenflug findet sich auf dem Album sicherlich auch 1-2 mal, richtig ordentlich klappt das bei 'In A Moment'.

HORIZONS EDGE werden sicherich ihre Liebhaber finden, mir ist das hier dann aber doch zu viel perfekt in Szene gesetzter Ear-Candy..

5 Points. Erscheint am 01.03.2019 via Fastball Music.

 



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