Section: Reviews 42393Autor: Diggi
Datum: 24.02.2019
Bereich: Reviews

Operation geglückt?`

Reinventing Evil

OKKULTIST

HORNELLA!

Moonspell Sänger Fernando Ribeiro hält große Stücke auf seine Landsfrau und Männer von OKKULTIST, natürlich wird hier der Fokus auch in der Vorberichterstattung auf die dämonenhafte Sängerin Beatriz Mariano gerückt, inwieweit das Frauen im Metal überhaupt dienlich ist, darüber sollen andere diskutieren. "Reinventing Evil" macht was das Mindset in Sachen Produktion schon einmal unmissverständlich klar, das OKKULTIST eine Band der Gegenwart sind. Die Scheibe ist dermaßen druckvoll und mit hartem Punch von Fernandos Bandkollege Pedro produziert, da hier kein Löschblatt mehr zwischen CD Schacht und CD passt. Das feudelt dem geneigten Banger das Haupthaar definitiv hochkant.

Ich möchte hier gleich etwas vorweg nehmen: Leider ist der mitteltiefe Keifrezitativ der Fronthexe der Portugiesen nullinger innovativ und so entfesseln OKKULTIST echte dunkle Faszination bei den Midtempo Stücken, wo das Kniegas und der Geiferfaktor ein wenig in den Hintergrund rücken und so postapokalyptischen Tönen wie bei 'Rise And Reign' Platz schaffen. Tolle sinistre Atmosphäre, tolle Soli! Auch bei dem Dinosaurier Stampfer 'Grave Digger' und der folgenden thrashigen Tempoverschärfung wirken OKKULTIST dann viel interessanter. Warum?

Der Einstieg ist mit dem zwar gandenlos knüppeligen Titestück definitiv dazu geeignet für offene Mäuler zu sorgen, wirkt aber generisch. Das ändert sich erst mit dem Höllen Groove zu Beginn von 'Sniff The Blood', immer wieder von Blast Attacken unterbrochen, das sorgt für Abwechslung und absolutes Hörvergnügen. 'Sign Of The Ripper' beginnt bedrohlich im Slayer Modus, morpht sich dann in einen bitterbösen Thrasher, allerdings wirken dann hier die Blast Attacken eher wie ein Fremdkörper. 

"Reinventing Evil" wirkt über weite Strecken zwar absolut professionell, aber auch irgendwo dann wieder ohne innere Balance. Lassen OKKULTIST mehr Atmosphäre und diabolische Härte zu dann gewinnen hier alle. Versteift man sich auf pure Pflasterei, bekommt man schnell den Eindruck, das das z.B. Großmeister wie Dark Funeral in Perfektion beherrschen. 

Manisch und basisch: Die Bathory Cover Nummer 'Satan My Master'. Alles in allem agieren OKKULTIS viel mehr in der Nachbarschaft von Nervosa oder Izegrim, ganz besonders was den Gesang angeht. Bezeichnend ist, das beide genannten Bands eher im extremen Thrash Metal beheimatet sind. OKKULTIST haben genug Potential um sich von etwaigen Arch Enemy Bla-Bla-Bla Dummschwätzern zu distanzieren, dafür sind das Mädel und die Jungs definitiv zu krass....Zum Glück!

Knappe 7 Points, da die guten Songs dann doch in der Mehrheit sind.

Erscheint am 15.03.2019 via ALMA MATER RECORDS

 



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