Section: Reviews 42375Autor: Fetzer
Datum: 22.02.2019
Bereich: Reviews

Avantgarde Metal aus Großbritannien

Unseen Planets, Deadly Spheres

DAMNATION’S HAMMER

DAMNATION'S HAMMER sind mit ihrem zweiten Album am Start und inzwischen bei Massacre Records unter Vertrag. Diese veröffentlichen 'Unseen Planets, Deadly Spheres' am 22.02.2019. Um den Sound zu beschreiben, lasse ich einmal kurz die Plattenfirma zu Wort kommen.

„DAMNATION‘S HAMMER wurde mit dem Ziel gegründet, dem Avantgarde Metal der 1980er Tribut zu zollen. Die Vision der Band ist es seit jeher, düsteren und doomigen Metal zu spielen, in dessen Sound surreale Atmosphären eingewoben sind.Beeinflusst von Bands wie Celtic Frost oder Black Sabbath, ist "Unseen Planets, Deadly Spheres" jedoch weder ein Doom Metal Album, noch ein Death oder Thrash Album - es ist vielmehr eine Kombination all dieser Elemente, ohne jedoch einem der genannten Genre konkret verpflichtet zu sein. Hinzu kommt, dass die Ambient-Parts des Albums Atmosphären erschaffen, die so schwer sind, wie die Riffs selbst.“

Dem kann ich mich insoweit anschließen, dass ich Celtic Frost Einflüsse heraushöre und das Album definitiv überwiegend düster und doomig gehalten ist, allerdings wird es hier und da tatsächlich auch mal thrashiger. Surreale Sounds werden auch eingeflochten, ein Beispiel hierfür ist der Song 'The Hex iii', ein kurzes Intermezzo, das nur aus diesen Klängen besteht. Diese werden aber auch in so manchen 'normalen' Song eingebaut und sorgen wirklich für noch etwas mehr Düsternis. Diese Klänge sind wohl gemeint, wenn von Ambient-Parts gesprochen wird. Allerdings weiß ich nicht so genau, was mit Avantgarde Metal gemeint ist, was wohl daran liegen kann, dass ich mehr im traditionellen Metal beheimatet bin. Wenn mit Avantgarde gemeint ist, dass man mehrere Genre bedient, so ist auch das wahr, hält sich aber meines Erachtens in Grenzen, weil letztendlich überwiegend das doomig, düstere hängenbleibt.

Die Riffs wiegen sehr schwer und die Produktion knallt gut rein und man nickt anerkennend und im Rhythmus den Kopf auf und ab. Instrumental liefern die Jungs auch eine solide Leistung ab. Allerdings bleiben bei mir keine einzelnen Songs so richtig hängen und auf Dauer erscheint mir das Album etwas zu gleichförmig, trotz Ambient-Parts und trotz verschiedener Genre. Das mag daran liegen, dass dies nicht ganz meine Richtung ist und ich bin mir sicher, das werden andere Metal Freunde ganz anders sehen.

Atmosphärisch am gelungensten empfinde ich den Abschlußtrack 'Entrance To The Final Chamber' und 'Wolves Of Aquarius'. Hier zünden auch die Ambient-Parts. Auch der Opener 'Temple Of The Ascending Gods' und 'Hammers Of War' lassen mich gut mitgehen, da es hier wirklich gut knallt und Sänger Tim Preston hier schön kraftvoll und wütend klingt. Aber auch er könnte seine Stimme ruhig einmal abwechslungsreicher einsetzen, denn genug Power dafür hat er. In manchen Momenten erinnert er mich jedenfalls an Paul Di'Anno.

Ich hoffe meine Worte schrecken euch nicht ab, selber einmal in diesen Longplayer der Briten reinzuhören, denn schlecht ist die Mucke nun wirklich nicht. Übrigens hat Nik Stalvind von den Schweden Wolf, Gast-Backingvocals zu dem Song 'Haunting The Abyss' beigesteuert. Wolf sind eine meiner Lieblingsbands im traditionellen Metal. Interessant ist diese Scheibe auf jeden Fall und vielleicht brauche ich einfach noch ein paar Anläufe. Also, selber antesten ist angesagt.

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