Section: Reviews 42367Autor: Fetzer
Datum: 21.02.2019
Bereich: Reviews

Verdammt starkes zweites Album

The Poisoner

SANHEDRIN

Da haben sich Cruz Del Sur Music mal wieder eine feine Band an Land gezogen. Da ist echt Sahnedrin. Na klar, das ist ein albernes Wortspiel und natürlich heißt die Band SANHEDRIN, kommt aus Brooklyn und spielt grob umrissen Classic Metal. Dieser wird aber aufgepeppt mit Doom Metal, Rock'n'Roll und zum Teil wird es sogar episch. Die Produktion ist zwar modern, klingt dennoch druckvoll und warm und man kann die einzelnen Instrumente sehr gut heraushören. 'The Poisoner' ist das zweite Album des Trios und erscheint am 22.02.2019. Übrigens erschien das Debüt der Truppe im Jahre 2017 in Eigenregie, ehe ein Jahr später Cruz Del Sur Music, dieses noch einmal neu auflegten.

Zurück zum aktuellen Werk, bei dem mir als Vergleich verschiedene Namen durch den Kopf gingen, wie Avatarium, Velvet Viper oder auch Night Demon. Aber eigentlich sind SANHEDRIN nicht so richtig vergleichbar, da sie sehr eigenständig und abwechslungsreich sind. Insgesamt haben wir es mit acht Songs zu tun, wobei die drei längeren Stücke, die alle knapp über 7 Minuten gehen, für mich die Herzstücke sind. Diese wurden wolbedacht an den Anfang, in die Mitte und am Ende des Albums gesetzt.

Der Opener 'Meditation(All My Gods Are Gone)' erscheint düster, doomig und geheimnisvoll und erinnert mich viellecht deswegen ein wenig an Avatarium. Ich erwähnte ja noch gar nicht, dass wir es mit einer Sängerin zu tun haben. Erica Stoltz heißt die Dame, bedient auch noch den Bass, und hat eine warme, kraftvolle Stimme und legt jede Menge Gefühl in die Songs. Gefühlvoll ist auch, gleich von Beginn an, die Gitarrenarbeit. Schwere Riffs, tolle melodische Parts und Solis zeichnen den ersten Song aus. Aber auch die Rhythmusarbeit ist ausgezeichnet. Mein Lieblingstrack ist allerdings der zweite lange Song 'The Poisoner'. Hier wird zunächst abwechselnd, mal ruhig, mal stampfend begonnen, ehe man ab der Mitte sehr kraftvoll wird und ab da auch einen schönen Chor mit eingebaut hat. Dieser sorgt, neben der Violine der Gastmusikerin Kris Force und der tollen Gesangsleistung von Erica, für eine wunderbare Atmosphäre. Atmosphärisch und abwechslungsreich ist auch der letzte der drei langen Tracks, nämlich 'In From The Outside'. Hier möchte ich besonders die gefühlvolle und epische Gitarrenarbeit von Jeremy Sosville hervorheben.

Keine Sorge, auch die anderen Stücke haben es in sich. Da haben wir die beiden kürzesten Tracks 'Wind On The Storm' und 'For The Wicked', die beide flott und rockig sind. Erstgenannter bietet eine tollen Refrain, dafür ist 'For The Wicked' rotziger. Bei 'Blood From A Stone' sehe ich mich mit erhobener Faust im Publikum stehen und höre mich den Chorus mitsingen. Da auch 'The Getaway' und 'Saints And Sinners' nicht abfallen, sondern im Gegenteil starke Classic Metal Songs sind, kann ich nur sagen, kauft euch das Album. Ich mache mich derweil auf die Suche nach dem Debüt.

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