Section: Reviews 42366Autor: Fetzer
Datum: 20.02.2019
Bereich: Reviews

Klassischer Heavy Metal aus Braunschweig

Forgotten Lands

BOOZE CONTROL

Eine Aussage von mir, kann ich immer nur wiederholen. Das klassischer Old School Metal für mich niemals langweilig wird, wenn er gut dargeboten und nicht nur abgekupfert wird. Die Braunschweiger Booze Control haben sich voll und ganz dem klassischen Metal verschrieben. Eines vorweg, sie machen ihre Sache ausgezeichnet. Im Stile von Judas Priest, Saxon, Iron Maiden und Co., angereichert mit dem Sound der NWOBHM, dazu ein wenig US Metal, wird hier munter drauflos gespielt. 'Forgotten Lands' ist das vierte Album von Booze Control und wird am 22.2.2019 via Gates Of Hell Records veröffentlicht.

Der Sound hört und fühlt sich vom ersten Ton des starken Openers und gleichzeitig Titelsongs, bis zum letzten Ton, des abschliessenden zehnten Songs des Albums, positiv vertraut an. Manches Riff kam mir nach dem ersten Durchlauf bekannt vor, auch so manche Melodie und Gesangslinie, ohne aber genau festlegen zu können, woher ich das wohl kenne. Nach dem zweiten Durchlauf dachte ich mir, okay, dies ist alles grundsolide gespielt, macht durchaus Spaß, aber ob das allein reicht, um aus der Masse an Veröffentlichungen zumindest etwas herauszustechen, ich weiß nicht. Aber spätestens nach dem dritten und vierten Durchlauf hat es bei mir richtig Klick gemacht und ich merkte, es bleibt viel mehr hängen, als ich zunächst dachte. Dies ist mehr als einfach nur grundsolide, das hat richtig Klasse und entfaltet sich im Laufe der Zeit immer mehr.

Die Riffs sind einprägsam, die Gitarrenduelle, Twin-Gitarren und Solis einfach nur schön, der hohe, aber nicht zu hohe Gesang gefällt mir ausgezeichnet, besonders wenn hin und wieder Halford-Screams ausgepackt werden. Besonders die tollen Refrains zu 'Attack Of The Axemen', 'The Nameless' und 'Playing With Fire' gehen mir nicht mehr aus dem Kopf. Die Gitarren und Gesangsmelodien auf 'Thanatos' finde ich zum niederknien schön. Aber auch die flotten, knackigen und gut nach vorne gehenden Stücke 'Forgotten Lands' und 'Slaying Mantis' sind sicherlich Höhepunkte. Doch das Glanzstück hat man sich für den Schluß aufgehoben, nämlich die epische und atmosphärische Nummer 'Cydonian Sands'. Etwas vergleichbar mit den epischen Songs von Maiden, strahlt dieses Stück wirklich Größe aus.

Letztendlich klingen Booze Control zwar vertraut, aber trotzdem eigenständig. Das Album klingt zunächst gut, vielleicht etwas unscheinbar, später entfaltet es sich zu einem absolut starken und frischen Old School Heavy Metal Werk. Zumindest erging es mir so. Sollte es euch ähnlich ergehen, beim ersten Durchlauf, so gönnt euch einen zweiten und dritten, glaubt mir, es lohnt sich!

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