Section: Reviews 42248Autor: Diggi
Datum: 02.02.2019
Bereich: Reviews

..und wieder eine Großtat....

Moritat

DER ROTE MILAN

HORNELLA!

Das Debüt "Aus der Asche" aus 2016 war eines der extremsten, weil aufwühlensten und gewaltigsten einheimischen Black Metal Veröffentlichungen. Diese brachiale, alles niederwalzende Produktion, gepaart mit der rasenden Grundausrichtung der einzelnen Stücke erzeugte einen Mahlstrom, aus dem es keine Rettung gab. Nun steth mit "Moritat" eine Liedersammlung an, die sich mit dem Schinderhannes befasst, einer Person die es während des 30jähirgen Krieges im Großraum Trier und Mainz zu fragwürdiger Prominenz brachte.

'Die Habsucht' und 'Drohende Schatten' nageln den Hörer direkt mit ungezügelter Black Metal Wucht an die Wand; der Opener mit über 6 Minuten, die Nachhut kommt mit der hälften der Spielzeit aus. Erst 'Gnosis der Vergänglichkeit' drosselt das Tempo, erzeugt mit perkussiven Drumming eine unwirkliche, surreale Atmosphäre, dadurch das die gekeiften Vocals diesmal komplett auf deutsch intoniert werden, wirkt so ein schleppendes Stück direkt noch bedrohlicher...bleierne Schwere macht bahnt sich ihren Weg.

Wenn die ersten Anschläge auf der Gitarre zu 'Der letzte Galgen' ertönen, dann ist man direkt wieder in den 90er Jahren.....kein Schlagzeug, offene Akkorde nur der schneidende Rezitativ, der wie Hammerschläge wirkt. Auch dieses Stück wird schleppend, fast trostlos begonnen. Die Hatz 'Der Findling' offeriert hier und da Dissection Glanz, sicherlich eines der stärksten Stück auf einem starken Album.

Wirklich sprachlos macht dann aber 'Moritat'. Mit knapp 12 Minuten ringt dieses Monster den Hörer zu Boden, lässt ihn nicht mehr los! Am Ende des Jahres wird man hier bestimmt über den besten Black Metal Longtrack des Jahres sprechen. Unglaublich intensiv, wie das gesamte Album übrigens.

Mit Ascencion und Ultha sind es auch DER ROTE MILAN, die die Akzente in der heimischen Black Metal Szene setzen!

9 Points. Erschienen über Unholy Conspiracy Deathwork



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