Section: Reviews 42186Autor: Diggi
Datum: 22.01.2019
Bereich: Reviews

....eine instrumentale Reise....

A View

CEILD

HORNELLA!

Was macht ein richtig gutes Instrumental Album aus? Ganz schlicht gesprochen: Wenn man den Gesang nicht vermisst! Die Franzosen CEILD erschaffen hier mit „A View“ ein cinematographisches Hörerlebnis, allerdings ohne eine gewisse Grundhärte zu vernachlässigen. Ganz im Gegenteil: ‚Elephant‘ verheiratet Gojira Visionen mit Blastbeat. ‚Vibration‘ ist die chillige Brücke zum perkussiven ‚Falaise‘…. Kaum zu glauben, das CEILD im Kern ein Trio sind und auf „A View“ nur von z.B. einem Cellisten als Gastmusiker beim bereits erwähnten ‚Elephant‘ unterstützt werden. Überhaupt muss man den Musikern fast schon dankbar sein, das man endlich mal wieder ein Album von Innovativ-Metallern im Schacht hat, welches nicht das zuletzt inflationär oft genutzte Saxophon verwendet.

Saitenfunkenflug findet im großen Stil bei ‚Thoughts‘ statt, auch hier spielt sich der Schlagwerker in einen Rausch-artigen Zustand…..Was bei „A View“ auffällt: Die Band verfolgt hier trotz der modernen Kompositionsstruktur einen „alte Schule“ Ansatz, denn hier wird nie auf Teufel komm raus „geshreddet“, oder ein Fretless Bass Solo nach dem anderen in den Fokus gerückt. Vom Duktus her erinnert hier einiges an die Niederländer Kong, natürlich mit modernsten Mitteln und um ein vielfaches „härter“.  Auch Electronica Motive werden wirklich nur zur Akzentuierung wie bei dem Beginn von ‚Erases‘ genutzt, anders als z.B. bei den famosen Animals As Leaders.

CEILD sind im Gegensatz zu der aktuellen Modern Prog Avantgarde eher die bodenständigen Arbeiter, die mit vollem Körpereinsatz den Hörer auf eine Reise in ein anderes Universum einladen,welches u.a. Gojira Hörer goutieren werden. Das abschließende ‚…From The Inside‘ wirkt dann auch wie ein Resümee, ein Derivat einer manchmal schroffen, aber immer ehrlichen Instrumental Scheibe.

7 Points. Erscheint am 25.01.2019 via CMM/SAOL.



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