Section: Reviews 42185Autor: Diggi
Datum: 20.01.2019
Bereich: Reviews

Der Arbeitsnachweis der Kollaboration von Chad Davis und Anette Uvaas Guldbrandsen....

Latum Alterum

THE SABBATHIAN

HORNELLA!

....ist auf jeden Fall berauschend! Das liegt zu einem nicht geringen Teil an der sehr "plärrigen" Produktion,die zwar in keine Gorgoroth oder uralt Dark Throne Sphären vorstösst, aber die Drums und die surrenden Gitarren würden auch einer doomigen Black Metal Band gut zu Gesicht stehen! 'Requiem' gibt das sakral-esoterische Intro, ehe dann mit 'The Brightest Light' sofort der Paddock abgesteckt wird: Opulente Riffs, verhallte Drums, vom Tempo her orientiert man sich an der Meilenstein Phase von Candlemass, der Gesang von Anette Uvaas Guldbrandsen ist angenehm, kommt aber beim latent folkloristisch angehauchten 'Liti-Kjersti' noch besser zur Geltung. 

Und wieder drängen sich hier Gedanken auf, das das Ganze hier rein Instrumental auch jeden Epic-Black Metal Fan zumindest ansprechen, wenn auch nicht restlos begeistern würde.... Aber dann: 'Head Of A Traitor' beginnt fragil, dann hämmern plötzlich die Drums mit viel mehr Wucht als zuvor, dieser 9 Minüter ist musikalisch ein ganz anderes Kaliber wie der gefällige Beginn des Albums. Komischerweise entwickelt sich hier der Gesang diametral zur neu entwickelten Durchschlagskraft.... Einfach machen es die beiden Musiker dem Hörer hier zu keiner Sekunde...

'One Night By Cruelty' mäandert zu Anfang sogar im stampfenden Satyricon Rezitativ und hier passt jetzt auch wirklich alles zusammen, ein sturer Doom Metal Song, der von klaren Riffs und mächtigen Drums geleitet wird, Anette gestaltet hier den Gesang sphärischer, das passt. Mehrer Gänge zurück schalten THE SABBATHIAN mit dem Birmingham Gruß 'Embrace The Dark' Sehr stark! Sehr sakral, sehr ergreifend!

Das sogenannte Outro in Form von 'Evig Hvile/ Libera me..' erstreckt sich über 7 Minuten und offeriert wieder stark angeschwärzte Zeitlupen Riffs, dazu einen dezent verzweifelten Ansatz von Sängerin Anette. 

"Latum Alterum" groovt sich als kohärentes Album nie so wirklich ein und macht klar, wie schmerzlich die Doom Gemeinde eine Ausnahmekünstlerin wie Michelle Nocon vermisst, deren Beteiligungen an Serpent Cult, Death Penalty oder Bathsheba haben verschiedenste Schattierungen von Doom Metal immer auf ein anderes Level gehoben. Trotzdem sollte man THE SABBATHIAN Zeit geben, denn mindestens 3 starke Songs gibt es hier zu beklatschen!

7 Points. Erscheint am 25.01.2019 via Svart Records. 



.


^^^ BACK TO TOP ^^^
© 1998-2012 by www.Heavy-Metal.de